Lokalsport : Bronzener Stern geht an Sportangler

Zum zweiten Mal verlieh die Raiffeisenbank Heinsberg zusammen mit dem Kreissportbund die "Sterne des Sports". Mit Platz eins ausgezeichnet wurde der Sportanglerverein Erholung Effeld für seinen nachhaltigen Naturschutz.

Der Sport sei wie das Leben. "Mit Sieg und Niederlage muss man umgehen. Um Ziele zu erreichen, sind Teamgeist und Engagement wichtig. Das hat mir viel gebracht im Leben", das sagte Thomas Giessing, Vorstand der Raiffeisenbank Heinsberg und Europameister von 1982 mit der 4x400-Meterstaffel. Dass der Sport den Menschen prägt, ihn entscheidende Dinge lehrt - das ist nicht nur Giessing klar -, sondern eben auch den Ehrenamtlern, die sich Tag für Tag in den Vereinen einsetzen, um Dinge zu erreichen. Zum zweiten Mal verlieh die Raiffeisenbank die "Sterne des Sports" und würdigte damit nicht die sportlichen Leistungen, sondern das soziale Engagement. Hatten sich bei der ersten Auflage 2013 17 Vereine beworben, waren es dieses Mal schon 22.

Nachfolger des Vorjahressiegers SV Ophoven, der die Auszeichnung für die Integration der Insassen der Justizvollzugsanstalt Heinsberg in seine Fußballmannschaften erhielt, wurde der Sportanglerverein Erholung Effeld. Er wurde für nachhaltigen Umweltschutz geehrt. Dessen Jugendwart Christian Moj gab bei der Preisverleihung einen Einblick in die Arbeit des Vereins. 69 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 18 Jahren sind im Verein aktiv, "sie setzen sich für die Gewässerhege und -pflege ein", sagte Moj. Sie für einen sinnvollen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren, sei dem Verein ein großes Anliegen. Aus sportlicher Sicht haben die Effelder bereits viele Preise in der Sportart Casting erhalten.

Auf Rang zwei bei den "Sternen des Sports" kam der Tennisclub Selfkant-Westerheide. Sein Thema: die Integration der niederländischen Nachbarn. Rund 30 Prozent der Mitglieder sind Niederländer, sie übernehmen mittlerweile auch Aufgaben im Vorstand. Auf den dritten Platz kam der FC Concordia Birgelen mit einem besonderen Inklusionsprojekt. Kinder mit Handicap spielen hier mit großer Begeisterung Fußball. Das Projekt läuft mit dem familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe, Birgelens Partnerverein ist der TuS Rheinland Dremmen. Den Förderpreis erhielt der Budoclub Erkelenz für sein besonderes Engagement in der Präventionsarbeit.

Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbundes Heinsberg, unterstrich: "Die Vereine engagieren sich nicht so vielfältig, um Preise zu bekommen, sondern um Kindern und Jugendlichen Perspektiven zu bieten. Der Preis ist eine Bestätigung, mit der guten Sache weiterzumachen und gleichzeitig auch eine Signalwirkung für andere Vereine." Goertz geht es um die Nachhaltigkeit der Projekte. "Heute ist es eine große Herausforderung, Kinder in die Vereine zu bekommen. Die Zeiten der Selbstverständlichkeit sind da vorbei. Darum müssen die Vereine über den Tellerrand blicken."

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