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Blick nach vorne trotz tiefer Trauer beim FC Wegberg-Beeck

Fußball : Beeck: Tiefe Trauer, aber auch Blick nach vorn

Der Tod seines Mäzens und Vorsitzenden Günter Stroinski trifft den FC Wegberg-Beeck ins Mark. Die Erste Mannschaft steigt aber wieder ins Training ein. Und am Sonntag steht das erste Punktspiel 2020 an.

Ungeachtet der Frage, ob der Ersten Mannschaft der angestrebte dritte Aufstieg in die Regionalliga gelingt oder auch nicht – alle beim FC Wegberg-Beeck hatten in den vergangenen Monaten einen Wunsch: Dass ihr schwerkranker „Boss“ Günter Stroinski die große 100-Jahr-Feier des FC im August noch erleben wird. „Schon seit Jahren hatte Günter davon gesprochen, kreisten viele seiner Gedanken um das Jahr 2020 und dieses Jubiläum“, erläutert der Sportliche Leiter Friedel Henßen, seit vielen Jahren ein ganz enger Vertrauter Stroinskis.

Das große Jubiläum erlebt der „Mister FC Wegberg-Beeck“ nun aber nicht mehr – am Samstagabend ist er verstorben (wir berichteten). „Dass dieser Tag x einmal kommen würde, wussten wir. Dennoch ist es etwas ganz anderes, wenn dieser Tag auf einmal da ist. Wir befinden uns nun alle erst mal in einem tiefen Loch und sind sehr traurig“, sagt Henßen. Der ist seit 2006 im Verein – zunächst als Torwart, dann als Torwart- und Co-Trainer und von 2012 bis 2019 als Cheftrainer, seit Juli 2019 beim FC nun der Sportliche Leiter.

Trotz der großen Traurigkeit und Betroffenheit – beim fußballerischen Branchenführer des Kreises Heinsberg muss es nun irgendwie auch weitergehen. Als erste Maßnahme nehmen die drei „Volljährigkeitsteams“ des FC, also Erste, Zweite und U19, in dieser Woche wieder den Trainingsbetrieb auf, der vergangene Woche wegen des Corona-Virus auch in Beeck zum Erliegen gekommen war. „Da alle Schulen und Kitas im Kreis diese Woche geschlossen bleiben, sollen auch alle unsere minderjährigen Teams noch pausieren. Ab der U19 können die Jungs ja für sich selbst entscheiden“, erläutert Henßen.

Und natürlich geht auch sein Blick schon Richtung Sonntag. Da steht bei Viktoria Arnoldsweiler das erste Mittelrheinligaspiel in diesem Jahr an. „Wir müssen nach Günters Tod nun einfach alle noch enger zusammenrücken. Klar ist das erst mal eine Floskel, doch genau die müssen wir nun mit Leben füllen. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das auch gelingt – wir halten hier zusammen“, bekräftigt Henßen.

Und das nächste große Ereignis, auf das sich Günter Stroinski auch schon gefreut hatte, wirft ja bereits seine langen Schatten voraus: Am Freitag, 13. März, unmittelbar vor dem ewig jungen Derby gegen Borussia Freialdenhoven, wird im Waldstadion feierlich das neue Stadionzelt eröffnet. Das ist doppelt so groß wie sein Vorgänger, der dort seit der Eröffnung des Waldstadions im Juni 1998 stand.

Auch ein weiteres Datum, das nun noch weit wichtiger wird als gedacht, haben alle Beecker schon im Kalender rot angestrichen: Am Freitag, 17. April, findet im Stadionzelt die turnusmäßige Jahresversammlung des FC statt – in der soll dann auch Günter Stroinskis Nachfolger als Vorsitzender gewählt werden.

Und eines sagt Henßen auch: „Ich kann versichern, dass in Beeck auch in den nächsten Jahren ordentlicher Fußball gespielt werden wird. Und den Regionalligaaufstieg wollen wir auf alle Fälle schaffen – das war schließlich auch Günters Ziel.“