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Bezirksliga: Viktoria Waldenrath/Straeten kämpft gegen die Last-Minute-Misere

Fünf entscheidende Gegntore nach der 80. Minute : Viktoria kämpft gegen die Last-Minute-Misere an

Viktoria Waldenrath/Straeten fing sich in dieser Saison schon fünf spielentscheidende Tore nach der 80. Minute. Das kostete wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Coach Maik Honold wünscht sich Besserung von seiner Mannschaft.

Der Saisonstart hätte für Viktoria Waldenrath/Straeten durchaus glücklicher laufen können. Mit gerade einmal zwei Punkten aus den ersten sieben Spielen reiht sich die Viktoria am Tabellenende ein. „Das was jetzt eingetroffen ist – dass wir unten reinrutschen – wollten wir natürlich mit allen Mitteln verhindern“, sagt Cheftrainer Maik Honold.

 Maik Honold – Coach bei Viktoria RW Waldenrath/Straeten.
Maik Honold – Coach bei Viktoria RW Waldenrath/Straeten. Foto: Fupa

Nach den Gründen für die aktuelle Misere muss man dabei nicht lange suchen: Eine Reihe von Verletzten macht Waldenrath/Straeten schon beinahe seit Saisonbeginn zu schaffen. Beim Saisonauftakt gegen Rheinland Dremmen konnte Honold noch aus dem Vollen schöpfen: Gleich sechs Wechseloptionen nahmen auf der Bank Platz. Durch das wiederholte Verletzungspech wurde der Kader der Rot-Weißen aber immer dünner. „Der personelle Tiefpunkt war erreicht, als drei Spieler aus unserer zweiten Mannschaft aushelfen mussten, damit wir überhaupt spielfähig sein konnten. Das wirkt sich dann auch auf die Qualität aus“, erklärt Trainer Honold die Negativserie.

Zu den Verletzten kommt die hohe Anzahl an Last-Minute-Gegentoren. Die Honold-Truppe konnte die meisten ihrer Spiele lange offen halten, bekam aber insgesamt schon fünf spielentscheidende Gegentore nach der 80. Minute – das schlägt sich in Punkten nieder. „Da müssen wir teilweise konzentrierter sein und länger den Fokus halten. Die späten Gegentore ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison“ erkennt Honold.

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Dass die Viktoria, die 2020 den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hatte, das Zeug dazu hat, dem Gegner Probleme zu bereiten, war am vergangenen Wochenende zu erkennen. Gegen Union Würm-Lindern, die in den oberen Tabellenregionen einzuordnen sind und aktuell den dritten Platz belegen, lieferte Waldenrath/Straeten über weite Phasen ein gutes Spiel. Lars Dahlmanns hatte den Gastgeber sogar in Führung geschossen. Trotz des Ausgleichstreffers und einer Roten Karte kurz vor der Pause sah es lange nach dem dritten Punktgewinn der Saison aus. Das bekannte Problem verhinderte das: In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Doppelpacker Thomas Schmidt den Siegtreffer für die Gäste. Der Gesamteindruck, den der SV gezeigt hat, stimmt Honold aber positiv: „Dass wir gegen eine Mannschaft, die oben anzusiedeln ist, in Unterzahl noch zu mehreren Torchancen gekommen sind, macht mir Mut. Die Jungs haben sich gut präsentiert, haben gekämpft, wurden aber leider nicht belohnt.“

Beim Gastspiel gegen Concordia Oidtweiler wartet am Sonntag wieder ein schwieriger Gegner auf die Viktoria. Oidtweiler konnte seine letzten beiden Spiele gewinnen und ist gerade zu Hause stark aufgelegt. „Der Gegner ist brutal schwer. Die Zuschauer in Oidtweiler sind eine Nummer für sich“ sagt Honold für den trotz der Außenseiterrolle die Zielsetzung klar ist: „Wir wollen am Sonntag den Bock umstoßen – ein Sieg wäre natürlich riesig. Wir arbeiten weiter und ich hoffe, dass wir irgendwann dafür belohnt werden.“