Columbia Donnerberg überraschend stark SC 09 Erkelenz teilt die Punkte mit dem Schlusslicht

Fussball-Bezirksliga · Der SC 09 Erkelenz trifft im Heimspiel auf einen überraschend starken FSV Columbia Donnerberg, Tabellenletzter der Bezirksliga. Lange liegt der SC sogar 1:2, rettet durch ein spätes Tor aber immerhin noch einen Zähler.

Sinan Kapar (M.) gelingt kurz vor Schluss das 2:2 für den SC 09 Erkelenz. 
  Foto: Nipko

Sinan Kapar (M.) gelingt kurz vor Schluss das 2:2 für den SC 09 Erkelenz. Foto: Nipko

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Wie schon beim 3:1-Sieg gegen Würm-Lindern bewies Abstiegskandidat FSV Columbia Donnerberg, dass er in der Bezirksliga durchaus mithalten kann, und punktete auch bei Aufsteiger SC 09 Erkelenz. 2:2 (1:1) hieß es nach abwechslungsreichen 95 Minuten Spielzeit auf dem Kunstrasenplatz der Josef-Geiser-Sportanlage.

Den besseren Start erwischten zweifellos die Gäste aus Stolberg, machten mächtig Druck und liefen die Erkelenzer Abwehrspieler energisch an. Sogar der Torwart des FSV glaubte dabei mithelfen zu müssen. Das ging in der fünften Minute aber mal so richtig daneben. In Höhe der Mittellinie riskierte der nämlich einen Pressschlag mit SC 09-Angreifer Malte Lütteke. Die Kugel flog Richtung Donnerberger Tor, wo der nachsetzende Lütteke dann keine Mühe hatte, den Ball zum 1:0 ins leere Tor zu schießen.

Aber die Gäste schüttelten sich nur kurz, machten weiter Druck, und in der zehnten Minute hieß es schon 1:1. Vom linken Strafraumeck der Platzherren zielte Aymen Ben Anis Boubaker Richtung langes Eck, und traf, weil der Ball an Freund und Feind vorbei ins Tor flog. Da war auch der wieder einmal prächtig haltende Erkelenzer Keeper Jacomo Patza machtlos.

Chancen zur erneuten Führung hatte Erkelenz dann in der 13. Minute durch einen Kopfball von René Louis, der traf nach einer Ecke von Nickels nur den Pfosten, wie auch Valicek in der 25. Minute am Pfosten scheiterte. Donnerberger Chancen vereitelten anschließend Torwart Patza oder Ersatzlibero Yannik Fongern, der den nominellen Abwehrchef Marcel Merten vertreten musste, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt war. So ging es leistungsgerecht mit einem 1:1 in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff blieb die Intensität der Partie weiter hoch, wurde in den Zweikämpfen um jeden Meter Boden gerungen. Meist mit Vorteilen für die „Columbianer“. Die waren einfach cleverer und abgezockter, und provozierten einige Freistöße. Die brachten auch Torgefahr, aber zunächst noch nichts Zählbares. Anders dann in der 67. Minute. Über die rechte Angriffsseite erreichte eine Flanke den agilen Linksaußen Beret Demirel, der nach etlichen Stellungsfehlern in der Abwehr ungehindert zum Abschluss kam, und den diesmal machtlosen Jacomo Patza mit einem Flachschuss zum 2:1 überwinden konnte.

Der Erkelenzer Coach Christian Grün reagierte, wechselte Jannik Huff ein, der mal gleich für mehr Dampf sorgte, seine Zweikämpfe gewann, und mehr Torgefahr entwickelte. Donnerberg sah sich jetzt mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Der aufgerückte Abwehrspieler Niklas Grimble hatte schon das 2:2 auf dem Fuß, zögerte aber zu lange, sodass Donnerberg noch zur Ecke klären konnte.

Die Zeit schien Erkelenz davonzulaufen, als sich in der 90. Minute rund 35 Meter vor dem gegnerischen Tor Jannik Huff den Ball noch mal zu einem Freistoß zurechtlegen durfte. Gefühlvoll schlug der dann den Ball Richtung Torraum, erreichte Sinan Kapar, der wuchtig zum insgesamt leistungsgerechten 2:2-Endstand einköpfte. Als gerecht ordnete auch SC-Trainer Christian Grün das Ergebnis ein. „Und Hauptsache: Wir haben nicht verloren, halten den Abstand zu den Abstiegsplätzen“.

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