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Bezirksliga: Kann Rheinland Dremmen gegen Würm-Lindern überraschen?

Rheinland Dremmen in der Bezirksliga : Per Überraschungssieg zur Wende?

Rheinland Dremmen steckt im Abstiegskampf fest. Nun geht es gegen Würm-Lindern aus der Spitzengruppe – und gegen den Favoriten rechnet sich Dremmen-Trainer Tellers etwas aus.

Rheinland Dremmen ist den Abstiegskampf gewohnt. In der letzten komplett gespielten Saison, die 2019 endete, hielt der TuS nur mit zwei Punkten Vorsprung die Liga. Der Klassenerhalt ist also auch in dieser Saison die klare Zielsetzung. Mit bisher nur vier Punkten aus den ersten acht Spielen ist der Start allerdings nicht wie geplant verlaufen. Eine lange Verletztenliste – auf der unter anderem auch einige Stützen des Teams stehen – macht Dremmen das Leben im bisherigen Saisonverlauf schwer.

„In den letzten Wochen haben wir starke Personalprobleme, sodass immer wieder Spieler aus unserer zweiten Mannschaft ausgeholfen haben. Dadurch steht im Grunde jede Woche eine andere Mannschaft auf dem Platz. Das verunsichert natürlich“, sagt TuS-Trainer Ralph Tellers.

Gerade in der Defensive bereiten die ständigen Ausfälle dem Trainer Sorgen. Denn während seine Mannschaft mit elf Treffern offensiv durchaus Gefahr ausstrahlt, hat Dremmen schon 27 Gegentore kassiert – die meisten der Liga. „Teilweise haben wir uns in den Eins-gegen-Eins-Situationen nicht gut verhalten. Allgemein hat sich durch die häufigen Personalwechsel eine Eingespieltheit noch nicht ergeben“, erklärt Tellers die Probleme vor dem eigenen Tor.

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Dabei hat die Rheinland-Truppe auch in dieser Saison bewiesen, dass sie Punkte holen kann: Jeweils zu Hause reichte es gegen Viktoria Waldenrath/Straeten zu einem Punkt und gegen den FV Haaren zu drei Zählern. „Gegen Waldenrath/Straeten waren wir mit Sicherheit nicht die bessere Mannschaft, haben aber eine gute Moral gezeigt. Gegen Haaren war das Spielglück auf unserer Seite. Wir haben unsere Torchancen genutzt und hinten die Gegentorflut nicht zugelassen“, sagt Tellers über den bisher einzigen Saisonsieg.

Auch am vergangenen Wochenende bei Columbia Donnerberg sah es zunächst gut aus. Marcel Holterbosch hatte die Gäste in Führung gebracht. Bis zur Pause hatte Donnerberg das Spiel jedoch gedreht und lag in Führung, nachdem Dremmen einen Elfmeter zur erneuten Führung vergeben hatte. Bis zum Schlusspfiff erhöhte der Gastgeber sogar noch auf 4:1. „Sicherlich sind die Gegentore zu einfach gefallen. Daran müssen wir arbeiten“, sagt Trainer Tellers.

Am Sonntag ist Union Würm-Lindern in Dremmen zu Gast. Würm-Lindern will den Anschluss an die Spitzengruppe halten und befindet sich dementsprechend in anderen Tabellenregionen als die Gastgeber. Mit 20 Punkten aus neun Spieltagen ist das Team von Hermann-Josef Lambertz gut in die Saison gestartet. Zuletzt gab es drei ungeschlagene Spiele in Folge. Würm-Lindern ist also vom Papier der klare Favorit.

Gerade das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vor 13 Monaten macht Ralph Tellers allerdings Mut, trotz der Vorzeichen gegen Union punkten zu können. Damals verlor Rheinland Dremmen nach eigener Führung nur knapp mit 1:2. „Wir haben damals ein gutes Spiel gemacht und nur durch zwei Standards unglücklich verloren. Unsere Punkte haben wir bisher in den Heimspielen geholt – und Sonntag ist auch ein Heimspiel. Außerdem gehe ich davon aus, dass uns einige Spieler, die zuletzt gefehlt haben, wieder zur Verfügung stehen. Das Spiel startet mit 0:0, von daher wollen wir auch mindestens einen Punkt holen“, sagt Tellers.