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Fußball: Beecks Ziel: Im "Tor zur Eifel" viele Tore

Fußball : Beecks Ziel: Im "Tor zur Eifel" viele Tore

Mittelrheinpokal: Der FC spielt heute in der zweiten Runde des Bitburger-Pokals beim sehr ambitionierten A-Ligisten FC Roetgen. Beecks Teamchef Friedel Henßen fordert ein "klares Ergebnis" und kündigt einige personelle Änderungen an.

Seit genau drei Jahren trägt die zur Städteregion Aachen zählende Eifel-Gemeinde Roetgen offiziell den Titel "Das Tor zur Eifel". Hierzulande bekannt ist sie vor allem wegen ihrer Therme, die auch Saunafans aus dem Erkelenzer Land sehr schätzen. Heute Abend will aber der FC Wegberg-Beeck vor allem den ortsansässigen Fußballverein FC Roetgen richtig ins Schwitzen bringen. Dann tritt der Regionalligist in der zweiten Runde des FVM-Pokals beim A-Ligisten an (Anstoß 19.30 Uhr).

Das Ziel bringt Beecks Teamchef Friedel Henßen in wenigen Worten auf den Punkt: "Ein klares Ergebnis mit einer ordentlichen Einstellung." Auch mit einem lockeren 2:0- oder 3:0-Verwaltungssieg möchte sich Beecks sportlich Verantwortlicher nicht anfreunden: "Auch nach dem 0:6 von Dortmund sind wir schon noch selbstbewusst genug, um zu sagen, dass wir heute in erster Linie nicht auf den Gegner schauen, sondern der sich nach uns richten muss. Wir sind der Regionalligist, Roetgen der Kreisligist. Doch auch da werden Einstellung und Bereitschaft entscheidend sein."

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Die verlangt Henßen nicht zuletzt von den Spielern, die bislang selten zur Anfangsformation zählten, dies heute aber tun werden - so Dominik Bischoff, Enzo Wirtz, Marcus Weber und Ersatzkeeper Stefan Nöhles. Die lädierten Johannes Walbaum und Stefan Thelen fallen definitiv aus, und auch beim angeschlagenen Fabio Ribeiro steht die Ampel eher auf Rot. "Da werden wir kein Risiko eingehen", sagt Henßen. Der heutige Untergrund wird keine Ausreden zulassen. Gespielt wird in Roetgen auf einem im Sommer 2014 fertiggestellten Kunstrasen mit satten Ausmaßen: Der Platz ist 100 Meter lang und 64 Meter breit. "Diese Größe kommt sicherlich den Beeckern entgegen, die ja sehr spielstark sind", stellt schmunzelnd Roetgens Sportlicher Leiter und Standby-Akteur Tom Moosmayer fest. 2014 ist der 36-jährige Ex-Profi (Kickers Emden, RW Ahlen, Kickers Offenbach, Wuppertaler SV und zuletzt Alemannia Aachen II) zu seinem Heimatverein FC Roetgen zurückgekehrt und möchte da nun einiges bewegen: "Mittelfristiges Ziel ist die Landesliga. Doch zunächst müssen wir aus der Kreisliga A raus - und das wird schwer genug."

Den angepeilten Aufstieg verfehlten die Eifelaner, die auch mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet sind, bereits in der Vorsaison. Und auch aktuell sieht es nicht gut aus: Auf Tabellenführer DJK Rasensport Brand hat Roetgen bereits zehn Punkte Rückstand, freilich auch noch ein Spiel mehr auszutragen. "Den Gefallen, einzubrechen, hat uns Raspo bislang nicht getan", stellt Moosmayer fest. Der ist im "richtigen" Leben übrigens nun selbstständiger Finanzdienstleister - und familiär Schwager von Fortuna Düsseldorfs Teammanager Sascha Rösler.

Reichlich Erfahrung in höheren Klassen bringen in Roetgen aber nicht nur Moosmayer und auch Trainer Frank Küntzeler mit, sondern ebenso etliche Spieler - allen voran Sommerzugang Alexander Keller, der in den beiden Vorjahren für Landesligist SV Breinig in 40 Spielen 41 Ligatore erzielte und gerade einmal 25 Jahre alt ist.

"Der Alex wollte aber nicht mehr drei Mal die Woche trainieren, gibt dem Beruf den Vorrang. Außerdem spielen auch seine besten Freunde hier", merkt Moosmayer zum ungewöhnlichen Wechsel eines Landesliga-Topstürmers in jungem Alter in die Kreisliga an. Dort tobt sich Keller nun hemmungslos aus, hat nach zwölf Spielen schon 20 Treffer auf seinem Konto - mehr als die Hälfte aller Roetgener Tore (36).

(emo)