Fußball: Beeck zeigt zwei Gesichter bei der Generalprobe

Fußball : Beeck zeigt zwei Gesichter bei der Generalprobe

FC schlägt Herkenrath 3:1. Erneute Regionalliga-Bewerbung bereits abgegeben. Großsponsor Werner Tellers macht weiter.

Restlos zufrieden war Friedel Henßen nicht. "Dafür haben wir nach der guten ersten Halbzeit zu stark nachgelassen, fehlte danach die letzte Konzentration", kommentierte der Teamchef des Regionalligisten FC Wegberg-Beeck den 3:1-Erfolg im Abschlusstest gegen das vor allem in der Offensive gut besetzte Mittelrheinliga-Spitzenteam des TV Herkenrath.

Vor dem Seitenwechsel hinterließen seine Schützlinge auf dem Beecker Kunstrasen aber einen starken Eindruck, kombinierten flüssig, spielten ideenreich und mit viel Tempo. Lohn war die 2:0-Führung durch zwei blitzsauber herausgespielte Tore von Norman Post (13.) und Shpend Hasani (40.). Thomas Lambertz, der zum 2:0 bereits die finale Vorarbeit geleistet hatte, erhöhte in der deutlich schwächeren zweiten Hälfte elegant per gechipptem Ball auf 3:0 (66.). Ricardo Retterath verkürzte umgehend per Kopf nach einem Freistoß (68.). Im Gefühl des sicheren Sieges gestattete Beeck dem Team aus dem Bergisch Gladbacher Stadtgebiet einige weitere gute Möglichkeiten - FC-Keeper Stefan Zabel konnte sich so noch einige Male auszeichnen.

Wie schon in den Tests zuvor spielte Beeck wieder im 4-1-4-1 - ein deutlicher Fingerzeig, wie die taktische Ausrichtung im Nachholspiel am Samstag beim KFC Uerdingen sein wird. Winterzugang Niklas Hunold verteidigte in der Innenverteidigung gemeinsam mit Danny Fäuster, Sebastian Wilms gab den Sechser, davor agierten Joshua Holtby und Simon Küppers. Einzige Spitze war Hasani.

Auch hinter den Kulissen hat sich beim FC in den vergangenen Tagen einiges getan. So hat Beeck bereits seine Bewerbungsunterlagen für die kommende Regionalligasaison beim Westdeutschen Fußballverband eingereicht. "Vergangenen Freitag haben wir die Bestätigung bekommen", erläuterte Beecks Geschäftsführer Thomas Klingen.

Dazu ist auch schon in trockenen Tüchern, dass Werner Tellers - natürlich hinter FC-Boss Günter Stroinski - Beeck als zweiter Großsponsor über das Saisonende hinaus erhalten bleibt. "Nach nur einer Saison wieder aufzuhören, wäre nicht meine Art. Ich mache weiter - egal ob in der Regionalliga oder in der Mittelrheinliga", erklärte Tellers gestern am Rande des Spiels auf Nachfrage unserer Redaktion. Tellers, der bereits in den Jahren zuvor zu Beecks Unterstützern zählte, war zu dieser Saison im großen Stil eingestiegen - ein nicht unerheblicher Grund, warum der Verein das sportliche und wirtschaftliche Abenteuer Regionalliga überhaupt ein zweites Mal wagte.

Hintergrund: Tellers' Tochter Lisa ist mit Keeper Stefan Zabel liiert. "Ich war früher selbst Torwart. Ein Aufstieg ist doch für jeden Fußballer das Größte. Das wollte ich Stefan auch ermöglichen", bemerkte der hemdsärmelige Unternehmer aus Waldfeucht-Haaren ohne Umschweife zu seinem Engagement.

(emo)