Auf kleiner Basis geht es weiter

Interview mit Horst Lauruschkat vom TTC Sophia-Jacoba Hückelhoven

Das nächste Jahr soll ein großes für den Tischtennisclub Sophia-Jacoba Hückelhoven werden, weil er dann sein 40-jähriges Bestehen feiern will. Doch zum Wochenende unternahm der Vorstand einen Schritt, der richtig weh tat, wurde doch mit der 1. Herrenmannschaft die letzte noch spielende Seniorenformation aus der gerade erst begonnenen Meisterschaftssaison 2008/09 zurückgezogen. Darüber sprach RP-Sportredakteur Hans Groob mit Horst Lauruschkat, dem Vereinsgründer, langjährigen Vorsitzenden (bis 1970 und von 1978 bis 1992), inzwischen Ehrenvorsitzenden und aktuellen 2. Vorsitzenden.

Was denkt der Mann, der den in den 70er/80er Jahren erfolgreichsten Verein im Tischtenniskreis Mönchengladbach mit damals fünf Herren- und drei Damenmannschaften (u.a. Verbands- und Landesliga) führte, über die aktuelle Entwicklung?

Lauruschkat Das schmerzt richtig, wenn man auf dem Tiefpunkt des sportlichen Vereinslebens angekommen ist. Aber wir im Vorstand mussten so handeln, denn in der Herrenmannschaft herrschte keine Einigkeit mehr.

Wie muss man das verstehen?

Lauruschkat Bis 2007 war der Spielbetrieb von Jahr zu Jahr rückläufig. Außerdem gab es viele Austritte von Mitgliedern, wir standen kurz vor dem Aus. Deshalb waren wir froh, dann doch wieder eine spielfähige Mannschaft zu haben. Aber am ersten Spieltag der neuen Saison trat diese nicht an, am zweiten wollte sie nur zu fünft nicht spielen.

Bedeutet das Aus der einzigen Erwachsenenmannschaft jetzt Gefahr für den Nachwuchs?

Lauruschkat Auf keinen Fall. Wir haben noch eine Jugend- und eine Schülermannschaft. Meine Frau ist nicht nur Geschäftsführerin, sondern auch Jugendwartin und trainiert die Teams, unterstützt von unserem Enkelsohn.

Sie bauen also auf die Jugend?

Lauruschkat Auf jeden Fall. Beim Cityfest in Hückelhoven stand ich mit einer TT-Platte vor dem Hertie-Kaufhaus und habe Werbung für unseren schnellen Sport gemacht.

Wie soll es darüberhinaus mit dem TTC Sophia-Jacoba Hückelhoven jetzt weitergehen?

Lauruschkat Ich habe mit unserem Vorsitzenden Wolfgang Frentzen gesprochen, und wir haben dabei folgende Überlegung angestellt: Wir arbeiten zunächst auf kleiner Basis weiter. Also mit der Jugendmannschaft und dem Schülerteam. Im nächsten Jahr wollen wir dann eine Seniorenmannschaft der Altersklasse über 40 Jahre melden. Das ist dann eine Vierermannschaft, und die bekommen wird dann ja wohl hin.

Wie sehen Sie das 40-Jährige im nächsten Jahr?

Lauruschkat Wir wollen groß feiern. Dazu haben wir einen Festausschuss gegründet. Dem gehören übrigens auch Mitglieder an, die zum Beispiel in anderen Vereinen aktiv sind.

(RP)