Volleyball : Alle Jahre wieder

Volleyball: Seit mehr als 15 Jahren begleiten sich der VC Ratheim und die Stolberger TG durch die Ligen des WVV. Heute kommt es zu einer Neuauflage des beliebten Derbys. Die EVV-Mädels treten die lange Reise zum VC SFG Olpe an.

Kaum eine andere Paarung dürfte es in den vergangenen Jahren so oft gegeben haben wie VC Ratheim gegen Stolberger TG. "Ich spiele nun seit 16 Jahren Volleyball - und fast genauso lange treffen wir in schöner Regelmäßigkeit auf die Stolberger", erklärt Markus Becker. Und der Libero der Oberliga-Volleyballer aus Ratheim denkt an diese Aufeinandertreffen ebenso gerne zurück wie seine Mannschaftskollegen, denn die Derbys - wie die Partien liebevoll genannt werden - sind stets geprägt von Hochspannung, lautstarken Anfeuerungsgesängen und unmöglich vorherzusagenden Ausgängen. "Derbystimmung ist also garantiert", versichert Becker. Vor allem, weil alle Beteiligten etwas nachzuholen haben: Denn in der vergangenen Spielzeit mussten alle auf dieses besondere Feeling verzichten. Während die Ratheimer ihre (wenigen) Punkte in der Oberliga sammelten, beherrschten die Stolberger ihre Verbandsliga-Gruppe, schafften souverän den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga, so dass es nun heute ab 19 Uhr in der Turnhalle des Berufskollegs in Stolberg wieder zu dieser besonderen Partie kommt.

Und dabei möchten die Ratheimer zeigen, dass die Niederlage beim Heimspiel gegen den TVA Hürth III nur ein Ausrutscher war. "Wir sind heiß auf eine Wiedergutmachung", gibt Becker zu Protokoll. Das wird aber sicherlich kein leichtes Unterfangen, denn nach zwei Niederlagen zum Auftakt, sind die Stolberger inzwischen in der Liga angekommen, haben mit Siegen über Menden und Wuppertal ihr Konto ausgeglichen. "Beide Teams werden sich heute also auf Augenhöhe begegnen", ist sich der VC-Libero sicher, "deshalb wird es in erster Linie darum gehen, wieder weniger Eigenfehler zu machen, Sicherheit in den Aktionen zu gewinnen und gegen die starken Angreifer der TG ein solides Blockspiel aufzuziehen." Besonders Letzterem sollten die Ratheimer ganz viel Augenmerk schenken, denn Becker weiß: "Das, was die oft beim Einschlagen zeigen, ist schon beeindruckend, da sind einige dabei, die ganz locker in den Dreimeterraum schlagen können. Allerdings ist es dann immer eine Lotterie, ob sie es anschließend auch aufs Feld bekommen." Fakt ist aber: "Wir freuen uns Jahr für Jahr aufs Neue auf dieses Spiel", sagt der VC-Libero.

Mit deutlich weniger positiven Gefühlen dürften heute Nachmittag die Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV die Reise zum VC SFG Olpe II antreten. Das liegt allerdings weniger am Gegner, sondern vielmehr an der eigenen Gemütsverfassung. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga und dem Weggang einiger Leistungsträgerinnen suchen die Erkelenzerinnen immer noch nach ihrer Form und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Ein Sieg steht drei zum Teil recht deutlichen Niederlagen gegenüber, was vor allem ein Resultat daraus ist, dass der EVV in den meisten Partien nicht in Bestbesetzung auflaufen konnte. Und heute wartet mit Olpe, dem momentanen Tabellenzweiten, auch noch ein sehr starker Gegner, der mit drei Siegen aus vier Spielen ärgster Verfolger von Spitzenreiter TVA Hürth ist. "Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe", weiß Margrit Krohn, stellvertretende Vorsitzende des EVV.

(RP)
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