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Fußball: Alemannia lässt den Sportfreunden keine Chance

Fußball : Alemannia lässt den Sportfreunden keine Chance

Frauen-Regionalliga: Im Grenzlandderby verlieren die Sportfreunde Uevekoven mit 0:2.

Drei dicke rote Kreuze dürften die Sportfreunde Uevekoven hinter ihre (vorerst)letzte Regionalligasaison machen: Denn diese Spielzeit hat bei vielen Beteiligten an den Nerven und der Substanz gezerrt. Zwar versichert Uevekovens Trainer Markus Rothe immer wieder, dass es keine Motivationsprobleme gebe und sein Team die Saison mit Anstand zu Ende spielt, ein Vergnügen sind die letzten Auftritte in dieser Liga ab wohl nicht mehr. "Ich bin sehr enttäuscht", resümierte Rothe gestern nach der 0:2-Niederlage gegen Alemannia Aachen im vorletzten Heimspiel, "nachdem wir aus dem Nichts das 0:1 bekommen haben, lief nicht mehr viel zusammen."

Und da die Sportfreunde bereits in der siebten Minute durch einen Treffer von Fumika Akagi in Rückstand gerieten, galt die Aussage ihres Trainers eigentlich für die gesamte Spielzeit. Ein einziger wirklich gefährlicher Torschuss stand am Ende der 90 Minuten für die Gastgeberinnen auf dem Zettel, Julia Comouth prüfte in der 29. Minuten Melissa Salman im Kasten der Alemannia, die den Freistoß aber noch gerade so über das Gehäuse lenken konnte. Ansonsten waren es die Gäste, die das Geschehen auf dem Spielfeld beherrschten. Technisch versierter waren die Aachenerinnen ihren Gegenspielerinnen fast immer wenigstens einen Schritt voraus, hatten eine Handvoll guter Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff traf Akagi den Pfosten, drei Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhte Sonja Bartoschek auf 2:0. Nach Flanke von Laura Jendrzejko zielte sie ganz genau, so dass der Ball vom Innenpfosten ins Tor ging.

Danach hatten die Uevekovenerinnen in einigen Situationen mächtig Glück, dass die Alemannia nicht kaltschnäuziger vor dem Tor agierte. In der 53. hatte Svenja Streller eine Großchance, um auf 3:0 zu erhöhen, in der 70. verhindert Lea Köcher mit einer guten Parade, dass die Gäste ihre Führung ausbauen konnten, und in der 73. verzog Gina-Maria Gottschalk freistehend. "Bei uns haben heute die Abstände nicht gestimmt", resümierte Rothe, "außerdem haben einige Spielerinnen versucht, das Spiel schnell zu machen, während andere versucht haben, es im Stehen zu Ende zu bringen. Vielleicht lag es daran, dass die ein oder andere etwas übermotiviert war."

Uevekoven: Köcher - Berger, Maliqi (ab 74. Leupold), Kolb - J.von den Driesch, Comouth, Pillath, Franken - E. von den Driesch - Thamm (ab 55. Mayungululu), Loose

(RP)