Fußball : Akku der Sportfreunde ist leer

Frauen-Regionalliga: Mit einer 0:3-Niederlage beenden die Uevekovenerinnen die Hinrunde. Es ist das sechste sieglose Meisterschaftsspiel in Folge.

In der vergangenen Saison sorgten die Sportfreunde Uevekoven als bärenstarker Aufsteiger für Furore in der Regionalliga. Im zweiten Jahr ist inzwischen Tristesse angesagt: Mit einer 0:3-Niederlage bei Fortuna Köln beendete das Team von Trainer Markus Rothe die zweite Regionalliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte, steht damit auf einem Abstiegsplatz. Es war das sechste sieglose Spiel in Folge, der letzte Sieg der Sportfreunde datiert vom 15. Oktober, als sie das Schlusslicht CfR Links mit 5:1 schlugen.

Mit Blick auf die Zahlen der Premieren-Hinrunde wird schnell deutlich: die Sportfreunde treffen momentan einfach das Tor nicht. Während sie in der Hinrunde 2015/16 22 Mal getroffen haben, stehen momentan lediglich 13 Treffer für die Uevekovenerinnen zu Buche, macht bei drei Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen 13 Punkte. In der vorherigen Spielzeit hatten die Sportfreunde zum Ende der Hinserie bereits sechs Siege, drei Unentschieden und nur vier Niederlagen auf dem Konto, mussten sich als Sechste kaum noch Gedanken um den Klassenverbleib machen. Das sieht nun ganz anders aus, denn momentan scheinen die Akkus leer zu sein: "Das war heute viel zu wenig", resümierte Rothe nach dem Auswärtsspiel in Köln, "wir haben die Partie überhaupt nicht angenommen." Lediglich kurz nach Wiederanpfiff gab es eine rund zehnminütige Phase, in der die Gäste am Drücker waren, da lagen sie allerdings durch den Treffer von Franziska Weißhaar (37.) schon mit 0:1 zurück. Doch auch das Aufbäumen war nur ein kleines Strohfeuer, das Köln mit einem Doppelpack von Lena Cassel (71.) und Michelle Fischer (76.) im Keim erstickte. "Danach hatte ich sogar kurz Sorge, dass wir jetzt komplett auseinanderbrechen", resümierte Rothe. Doch dazu kam es nicht, die Sportfreunde schafften es, die Niederlage in Grenzen zu halten.

Uevekoven: Köcher - Kolb, Pillath, Berger, J. von den Driesch (ab 75. Leupold) - Thamm (ab. 71. Mayungululu), Hünnekens, Behr, Walther, Loose - E. von den Driesch (ab. 71. Greis).

(RP)