Kampfsport : Mit Budo die Familienfreizeit gestalten

Kampfsport: Seit 50 Jahren gibt es den Budo Club Erkelenz. Mit einem großen Familienfest auf dem Burghof in Erkelenz blickten die Aktiven auf ein wechselvolles halbes Jahrhundert zurück. Ganz frisch im Verein ist übrigens „Budo“.

Budo, so heißt das neue Vereinsmitglied des Budo Clubs Erkelenz. Gerade bei den Kindern ist Budo schon sehr beliebt. Gemeinsam haben sie viel Spaß. Budo ist das neue Maskottchen des Vereins, der nun sein 50-jähriges Bestehen mit einer großen Feier auf dem Burghof in Erkelenz feierte.

Bei den Planungen zu den Feierlichkeiten staunten Peter Siebertz, der Vorsitzende, und Geschäftsführer Klaus Christes nicht schlecht, nachdem sie alte Aktenordner hervorgeholt hatten. „Stilecht in Kartons verpackt“, schmunzelte Christes dabei, der sich nämlich die Arbeit gemacht hat, die Geschichte des Budo Clubs Erkelenz chronologisch aufzuarbeiten.

Los ging’s damals in einem Verein, den es längst nicht mehr gibt. Im Boxklub Grenzland 1948 Erkelenz gab es eine sehr aktive Judo-Abteilung. 1969 machte man sich schließlich selbstständig, zu den Gründern zählte der Hetzerather Paul Peters. Klaus Christes kann sich ein Lächeln nicht verkneifen beim Blick auf den damaligen Mitgliedsbeitrag, „der eine Mark pro Monat betrug“. Zu den ersten Trainingsstätten zählte das Pfarrzentrum der heutigen Pfarrei Christkönig Erkelenz.

Schon früh kristallisierte sich heraus, dass der Budo Club Erkelenz mehr als ein Sportverein sein möchte, in dem Kampf- und Selbstverteidigungssportler aktiv sind. Vorsitzender Peter Siebertz sagt: „Wir verstehen uns als Familienverein. Als solcher wollen wir auch wahrgenommen werden. Oft sind zunächst die Kinder aktiv, dann ziehen die Eltern nach. Darum verstehen Familien die Mitgliedschaft in unserem Verein als Familienfreizeitgestaltung.“ So hat sich letztlich auch eine gute Atmosphäre im Verein entwickelt. Kein Wunder daher, dass der Budo Club das Jubiläumswochenende mit einem internen Familienabend startete.

Beim Blick in die Vergangenheit finden sich zahlreiche Veranstaltung, die viele Menschen nach Erkelenz lockten. Beispiele sind etwa das Judo-Pfingstturnier 1982 mit 450 Teilnehmern oder die Landesmeisterschaften im Ju-Jutsu 1987. Dazu gaben sich Großmeister aus Asien sowie Weltmeister in Erkelenz die Klinke in die Hand.

Heute zählt der Verein 150 Mitglieder, von denen rund zwei Drittel aktiv sind und die auch bei verschiedenen Wettkämpfen auf unterschiedlichen Ebenen aktiv sind. Die sportliche Heimat des Budo Clubs Erkelenz ist die Sporthalle am Zehnthofweg, Haupttrainingstage sind Montag, Mittwoch und Freitag. Auf dem Plan stehen unter anderem Judo, Ju-Jutsu, Aikido und Yoga, so dass der Verein für eine Vielfalt gesorgt hat.

Schön zu sehen war, dass die Jubiläumsfeier zahlreiche interessierte Besucher auf den Burghof gelockt hatte. Die Aktiven des Vereins hatten viele Vorführungen vorbereitet, so dass eine anständige Präsentation des Vereinslebens gelang. Und: Dass man nun auch mit Maskottchen Budo ein neues Mitglied in den eigenen Reihen hat, freut die Mitglieder des Budo Clubs umso mehr. Jeder, der sich für Angebote interessiert, ist willkommen – die Homepage des Vereins klärt über alle Aktivitäten auf.