Sportlerwahl : 236 Hückelhovener Sportler geehrt

Eine Menge Hände schüttelten Stadtsportverbands-Vorsitzender Hans-Josef Geiser und Bürgermeister Bernd Jansen: Das Duo ehrte 236 erfolgreiche Sportler des vergangenen Jahres. Die hatten sich entweder als Solisten oder mit einer Mannschaft hervorgetan. Unterhaltsames Rahmenprogramm.

Im Musiksaal des Gymnasiums zogen sie heimlich ihre weißen Rokoko-Perücken und die prunkvollen Kostüme an. Zu vorgerückter Stunde überraschte die Amadeus-Showtanzgruppe der Ratheimer KG All onger eene Hoot bei der großen Sportlerehrung Hans-Josef Geiser. Geiser ist nicht nur der Vorsitzende des Stadtsportverbands, er ist auch Opa der kleinen Antonia Geiser, die mit ihren kleinen "Tanz-Kolleginnen" für viel Aufsehen sorgte.

Stadtsportverbands-Vorsitzender Hans-Josef Geiser (l.) zeichnete die Ehrenamtler (v.l.) Wolfgang Mosler, Margret Fischer und Karl-Heinz Brendt aus. Foto: Günter Passage

236 erfolgreiche Sportler sowie verdiente Ehrenamtler wurden im feierlichen Rahmen in der gut gefüllten Aula ausgezeichnet. Man blicke auf ein sehr erfolgreiches Sportjahr zurück, zeigte sich der Verbandsvorsitzende sichtlich zufrieden. Selbst bei Weltmeisterschaften hatten Sportler aus dem Stadtgebiet mitgemischt. Er hoffe, die Veranstaltung erweise sich als Ansporn für möglichst viele Jugendliche, so dass auch das Ehrenamt auf lange Sicht gesichert sei.

"Leistungsstarker Motor"

Engagement sei unverzichtbar, betonte der Ratheimer: "Sportliche Angebote wären sonst zu teuer oder gar nicht zu erbringen." Ehrenamtlich Tätige seien "leistungsstarker Motor in unserer Gesellschaft". Geiser wörtlich: "Unsere Gesellschaft wäre sonst weitaus ärmer."

Die Sportlerehrung sei immer ein besonderes Ereignis in der Stadt, meinte Bürgermeister Bernd Jansen. Sie drücke die enge Verbundenheit der Hückelhovener mit ihren Sportlern aus. Zahlreiche Teams hätten große Erfolge errungen, hätten auf Landes- und Bundesebene sowie auf internationaler Ebene gepunktet. "Sie alle sind Botschafter der Stadt", machte Jansen deutlich. Hinter den erfolgreichen Sportlern stünden die Ehrenamtler – Trainer, Betreuer, Vorstandsmitglieder. Mit der Ehrung werde deutlich gemacht, dass ihre Leistungen wahrgenommen und anerkannt würden. Sport fördere die Integration, so der Verwaltungschef. "Wenn man zusammen Sport treibt, lernt man sich besser kennen und entdeckt weitere Gemeinsamkeiten."

Jansen verwies auf das bevorstehende Fest der Kulturen, das am 24. März in der ehemaligen Zechenstadt zum zweiten Mal stattfindet. Stolz zeigte er sich, weil die Stadt Steffi Jones als Schirmherrin dafür gewonnen habe. Die Direktorin des Deutschen Fußballbundes (DFB) und ehemalige Fußballspielerin habe allerdings wegen einer anderen Terminverpflichtung ihre Teilnahme absagen müssen.

Hans-Josef Geiser seit 1979 im Amt

Lob zollte Bernd Jansen dem langjährigen Vorsitzenden des Stadtsportverbands. Hans-Josef Geiser bekleide dieses Amt bereits seit 1979. Sein Engagement sei beispielhaft. In allen Bereichen der Gesellschaft sei ehrenamtliches Engagement dringend notwendig. "Politik und Verwaltung sind darauf angewiesen."

Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbunds, freute sich sichtlich über die große Anzahl junger Sportler. Sie hielten die Vereine lebendig und gäben dem Sport ein Gesicht. Diese Meinung teilte auch Moderator Guido Kozak: "Sport ist die beliebteste Möglichkeit, die Freizeit zu gestalten."

Für atemberaubende Momente sorgten die Nachwuchsartisten aus dem Zirkus Pepperoni am Hückelhovener Gymnasium. Sportlehrerin Bianca Schiff leitet die Arbeitsgemeinschaft, die neben einer Schwungtuch-Nummer auch mit gekonnter Artistik in die Unterwasserwelt entführte. Einen Hauch von Orient versprühte die Tanzsportgruppe "Couscous". Fünf Bauchtänzerinnen zeigten dabei ihr Können. Die Hilfarther "Akrobengels" entführten in den Wilden Westen, wurden für ihren mitreißenden Auftritt mit Cowboyhut und Akrobatik-Einlagen mit viel Applaus der zahlreichen Zuschauer belohnt. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Showband "Two and One".

(cb)
Mehr von RP ONLINE