Fußball : 1960, 70, 85 – 2010

Zweit-Bundesligist Alemannia Aachen ist am Sonntag (15 Uhr) bereits zum vierten Mal Jubiläumsgast im Brachelener Wilhelm-Over-Stadion.Die Brachelener Herbert Krisp, dessen Sohn Thomas Krisp und Matthias Kreutzer trugen das schwarz-gelbe Trikot.

Der SV Brachelen zählt zu den neun Vereinen im Fußballkreis Heinsberg, die in diesem Jahr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Feiern durfte die 1. Mannschaft in der ersten Jahreshälfte bereits eine mit Platz sechs erfolgreich verlaufene Saison 2009/10 in der Bezirksliga. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist nun am Sonntag um 15 Uhr (das Vorspiel bestreiten um 13.15 Uhr die Bambini des SV Brachelen und der SG Würm/Lindern) das Jubiläumsspiel zum Hundertjährigen im Wilhelm-Over-Stadion zwischen dem Bezirksligisten und Alemannia Aachen.

Bereits zum vierten Mal kommt der Zweitligist zu einem Jubiläumsspiel nach Brachelen. Zum 50-Jährigen waren die Alemannen erstmals hier, siegten 7:3. Zehn Jahre später mussten die "Öcher" gegen den durch vier Spieler vom Verbandsligisten BC 09 Oberbruch verstärkten damaligen Landesligisten beim 3:1 schon mehr kämpfen. Das dritte Aufeinandertreffen zum 75-Jährigen war dann eine klare Aachener Angelegenheit (11:0).

Nach einer enttäuschenden Zweitligasasion (nur 13.) hat es in der aktuellen Sommerpause unter Federführung von Sportdirektor Erik Meijer den großen Schnitt bei den Aachenern gegeben, die sich von zehn Akteuren trennten. Die acht Neuzugänge (u. a. Thomas Zdebel/Bayer 04 Leverkusen, Tolgay Arslan/Hamburger SV,Tobias Feisthammel/VfB Stuttgart II, Zoltan Stieber /TuS Koblenz und Henrik Ojamaa/Derby County) werden in Brachelen sicher zum Einsatz kommen. Neu ist auch der Trainer. Für Michael Krüger hat nun Peter Hyballa (trainierte zuletzt Borussia Dortmunds U19) das Sagen.

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Gleich zwei Formationen (22 Mann) schickt Heimcoach Jörg Beyel aufs Feld, darunter natürlich auch die Zugänge Tim Schmitz, David Kerner, Serhat Coroz und Ramazan Alkan.

Für die Tivoli-Kicker war auch ein Brachelener Trio am Ball. Herbert Krisp absolvierte zwischen 1956 und 1966 260 Meisterschaftspiele (32 Treffer) in der Oberliga- und Regionalliga-West, zudem elf Aufstiegsspiele (ein Tor). Sein Glück am Tivoli versuchte in der Saison 61/62 auch Matthias Kreutzer. Nur in Testspielen durfte er ran. Ein Punktspieleinsatz war ihm nicht vergönnt. In Spielen der Überbrückungsrunde bildeten Krisp und Kreutzer das Verteidigerduo. Herbert Krisps Sohn Thomas spielte nie für Brachelen, war wohl fünf Jahre Trainer (2002-2007) der "Ersten". Bereits im Bambini-Alter ging er zum Tivoli, durchlief sämtliche Jugendteams. Mit Unterbrechungen lief Thomas Krisp zehn Jahre für die Alemannia als Profi auf.

(RP)