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Fußball: 1:2 - Beeck fordert KFC bis zum Abpfiff voll

Fußball : 1:2 - Beeck fordert KFC bis zum Abpfiff voll

Regionalliga: Gegen Uerdingens Profitruppe halten die Kleeblätter vor 872 Zuschauern bei der Heimpremiere prächtig mit. Nach dem 0:2 bringt Sahin Dagistan per Kopf wieder Spannung ins Spiel. FC-Keeper Stefan Zabel hält überragend.

Unter den knapp 900 Zuschauern gestern Abend im Beecker Waldstadion weilte Wilfried Oellers. Der CDU-Bundestagsabgeordnete kam auch nicht mit leeren Händen, sondern stiftete den Ball für die Regionalliga-Heimspielpremiere des FC Wegberg-Beeck gegen den KFC Uerdingen. Und da Oellers als Abgeordneter für den Kreis Heinsberg auch nicht neutral sein musste, sondern Beeck ganz offiziell die Daumen drücken durfte, dürfte er durchaus zufrieden nach Hause gefahren sein. Denn der krasse Außenseiter Beeck hielt gegen Uerdingen Vollprofitruppe prächtig mit, hielt die Partie bis zum Ende offen und unterlag nur knapp mit 1:2.

Thomas Lambertz hätte kurz vor Schluss gar zum Beecker Helden werden können, verpasste er doch bei seinem Kopf-/Schulterball nach einem Freistoß des eingewechselten Joshua Holtby aus kurzer Distanz den Ausgleich (85.). Unterm Strich war der Sieg der Gäste aber sicherlich verdient, hatten sie doch zuvor gegen freilich nie aufsteckende Gastgeber mehrfach die Entscheidung verpasst. Die verhinderte wiederholt auch Beecks vorzüglicher Keeper Stefan Zabel, der so sein Team bis zum Ende im Spiel hielt.

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"Vor dem Spiel hätte wohl keiner gedacht, dass wir die Partie bis zum Abpfiff offen halten. Wir wollten voll dagegenhalten, und das ist uns auch gelungen", bilanzierte Beecks Teamchef Friedel Henßen zufrieden. Weit weniger war dies sein KFC-Kollege Michael Wiesinger: "Natürlich hätten wir schon zur Pause führen können. Doch in der ersten Halbzeit haben wir nicht seriös gespielt, zu fahrig und auch ein bisschen zu naiv. Danach haben wir zwar mehr Zugriff bekommen, um uns am Ende aber mit viel Würgen über die Zeit zu kämpfen."

Speziell die ersten 20 Minuten staunten nicht wenige Zuschauer. Da waren die Schwarz-Roten völlig gleichwertig, spielten auch mutig nach vorne, rückten nach Ballgewinn entschlossen auf. Beecks starker Kapitän Maurice Passage gab so dann auch den ersten Torschuss der Partie ab (8.). Erst allmählich erarbeitete sich der Gast ein Übergewicht, kam auch zu guten Chancen für Marcel Reichwein (17.), Dennis Chessa (23.), Connor Krempicki (26.) und Patrick Ellguth (32.). Da blitzte einige individuelle Klasse auf - allen voran beim pfeilschnellen Chessa. Dazu waren die Standards, allesamt ausgeführt von Oguzhan Kefkir, brandgefährlich. Als Team überzeugte der ambitionierte Niederrhein-Aufsteiger jedoch nicht - man merkte deutlich, dass das Team komplett neu zusammengestellt ist, sich erst noch finden muss.

Erst in Überzahl ging der KFC nach der Pause in Führung: Als Beecks Innenverteidiger Danny Fäuster mit einer Platzwunde am Kopf minutenlang außerhalb des Spielfelds behandelt werden musste, nutzte das der gebürtige Wegberger Christian Dorda zu einem Pass in die Tiefe auf den freistehenden Ellguth - der vollstreckte (60.). Alexander Bittroff nickte eine Chessa-Flanke zum 2:0 ein (71.). Beeck schlug aber zurück: Einen scharfen Holtby-Freistoß wuchtete Sahin Dagistan per Kopf zum Anschlusstor über die Linie (77.). Generell kam mit Holtby eine neue Qualität bei Beecks Standards ins Spiel - und die hätte dem FC am Ende eben fast auch noch den Ausgleich beschert.

Beeck: Zabel - Passage, Fäuster, Küppers, Müller - Wilms, Czichi - Lambertz, Szym-czewski (74. Holtby) - Dagistan, Hasani

(emo)