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Fußball: 1:1 - Beeck punktet gegen einen der Großen

Fußball : 1:1 - Beeck punktet gegen einen der Großen

Regionalliga: Der FC trotzt Dortmunds U 23 vor 821 Zuschauern im Waldstadion einen hochverdienten Zähler ab.

Als Schiedsrichter Nico Fuchs (Odenthal) gestern Abend im gut gefüllten Waldstadion zum letzten Mal in seine Pfeife blies, da rissen Spieler und Funktionsteam des FC Wegberg-Beeck die Arme in die Höhe - und das hatte seinen guten Grund. Denn zum ersten Mal überhaupt in der Regionalliga holten die Kleeblätter gegen einen der ganz Großen einen Punkt - und das 1:1 gegen die U 23 Borussia Dortmunds war nach einer begeisternden zweiten Halbzeit sogar mehr als verdient.

Am euphorischsten kommentierte das Thomas Klingen, ansonsten eher skeptisch-nüchtern: "Einfach geil, was die Jungs geleistet haben", sprudelte es aus Beecks Geschäftsführer heraus. "Wir waren ja auch schon gegen Uerdingen und vor allem Gladbach nahe an einem Punkt dran. Es tut gut, das jetzt auch mal geschafft zu haben", sekundierte Teamchef Friedel Henßen. "Das Remis ist gerecht", urteilte BVB-Coach Jan Siewert - und gab dann wörtlich wieder, was seine Jungs direkt nach dem Spiel zu ihm sagten: "Trainer, wir haben es selbst verkackt."

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Nach einem Punktgewinn für Beeck, das auf den erkrankten Marius Müller verzichten musste (Maurice Passage kam dafür zurück in die Anfangself, Sascha Tobor rückte nach links) sah es zunächst gar nicht aus. Der Gast legte los wie die Feuerwehr, ließ Beeck kaum Luft zum Atmen, attackierte extrem früh. Bereits nach 65 Sekunden musste Beecks Keeper Stefan Zabel gegen Philipp Hanke Kopf und Kragen riskieren. Einen scharf hereingegebenen Freistoß Patrick Pflückes köpfte Patrick Mainka dann zur verdienten Pausenführung ein (15.).

Ein wahres Feuerwerk brannten die Dortmunder zu Beginn der zweiten Hälfte ab - wohl nicht die Spieler auf dem Platz, sondern etliche der generell sehr vielen und lautstarken Borussen-Fans: Die zündeten da rund ein Dutzend Bengalos. Insgesamt taten sie das vier Mal - die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Nach der vierten Zündung marschierte das Schiri-Gespann für fünf Minuten vom Platz (66.) - dann ging es weiter. Zu dem Zeitpunkt hatte Beeck gegen stark nachlassende Gäste längst die Regie übernommen, drängte auf den Ausgleich, wurde vor allem nach Freistößen Joshua Holtbys gefährlich. Zwischendurch hielt der starke Zabel mit einer klasse Parade gegen Pflücke seine Elf im Spiel (68.). Dann gelang Beeck aber der hochverdiente Ausgleich: Einen Holtby-Freistoß köpfte Danny Fäuster per Bogenlampe in den Winkel - Keeper Dominik Reimann machte da nicht die beste Figur (76.). Beeck drängte weiter - und hätte sich dafür in der Nachspielzeit belohnen können. Doch nach einer klasse Kombination über Hasani und Nico Czichi traf der Sekunden zuvor eingewechselte Norman Post in aussichtsreicher Position den Ball nicht voll (90.+2) - der BVB durfte aufatmen.

Beeck: Zabel - Passage, Fäuster, Küppers, Tobor - Wilms, Holtby - Lambertz (90. Post), Szymczewski (66. Czichi) - Dagistan (85. Zayton), Hasani

(emo)