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Kreis Heinsberg: "Spitzenreiter" 34 km/h zu schnell

Kreis Heinsberg : "Spitzenreiter" 34 km/h zu schnell

1711 Fahrzeuge hat die Polizei beim "Blitzermarathon" überprüft. Disziplinierte Fahrweise war das Ziel. 57 Fahrerinnen und Fahrer fuhren zu schnell.

Laserpistole auf Stativ, Radargerät oder der moderne Einseitensensor, der mit fünf Linsen das Tempo auch "um die Ecke" aus der Weg-Zeit-Rechnung ermitteln kann: In den 24 Stunden des Blitzmarathons überprüfte die Kreispolizeibehörde wieder mit Unterstützung des Kreisordnungsamtes die gefahrenen Geschwindigkeiten an zahlreichen Orten im Kreisgebiet. Dass in dieser Zeit die Verkehrsteilnehmer deutlich disziplinierter unterwegs waren als an anderen Tagen, war nach zahlreichen Ankündigungen in den Medien zu erwarten und laut Polizei auch einer der gewünschten Effekte dieses Blitzermarathons.

Gestern zog die Polizei Bilanz. Zwischen Dienstag, 6 Uhr, und Mittwoch, 6 Uhr, wurden im Kreisgebiet insgesamt 1711 Fahrzeuge überprüft. 57 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell unterwegs und mussten in den meisten Fällen ein Verwarnungsgeld bezahlen, einige erhalten sogar eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. So wurde in einer "30er Zone" ein Autofahrer mit 55 km/h gemessen, ein anderer hatte außerhalb geschlossener Ortschaft in einem 70er Bereich die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 34 km/h überschritten.

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Auch in der Heinsberger Fußgängerzone wurde zu schnell gefahren. Hier erwartet den unrühmlichen "Spitzenreiter", er war mit 35 km/h unterwegs, ebenfalls eine Anzeige. Weiterhin stellten die rund 50 eingesetzten Beamten fest, dass sieben Fahrer keinen Sicherheitsgurt angelegt hatten und mehrere mit ihrem Handy am Steuer telefonierten. Aber nicht nur beim Blitzmarathon, sondern täglich führen Polizei und Kreisordnungsamt Geschwindigkeitskontrollen durch, um Menschleben auf unseren Straßen zu retten, erinnert Polizei-Pressesprecher Karl-Heinz Frabken und appelliert an die Vernunft: "Also zeigen auch Sie Respekt vor Leben und seien Sie dabei!"

Die immer wiederkehrende Präsenz in Medien und auf den Straßen zielt laut Polizei darauf ab, dass die Botschaft in den Köpfen der Menschen ankommt: Respekt vor Leben —"Ich bin dabei!". Frenken betont: "Denn es sollte jedem bewusst sein, dass unabhängig von der Frage, wer den Unfall verursacht hat, die Geschwindigkeit die Unfallfolge bestimmt — sie entscheidet über Leben oder Tod!" Nicht von ungefähr stand unweit vieler Kontrollpunkte ein weißes Kreuz am Straßenrand.

(gala)