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SPD für Kinder- und Jugendparlament

Forderung im Kreis Heinsberg : SPD will Kinder- und Jugendparlament

Die SPD im Kreis Heinsberg will so Kinder und Jugendliche an politischen Prozessen beteiligen und ihnen eine Stimme geben. Fraktionsvorsitzender Ralf Derichs erklärt dazu die Hintergründe.

Geht es nach der SPD-Fraktion im Kreistag Heinsberg, bekommen Kinder und Jugendliche im Erkelenzer Land in Zukunft durch ein Kinder- und Jugendparlament bessere Möglichkeiten, am politischen Geschehen teilzuhaben. „Viele Entscheidungen, die wir in der Kommunalpolitik treffen, betreffen oft direkt oder indirekt die Kinder und Jugendlichen in unserem Kreis. Daher gehört es zu unserem demokratischen Selbstverständnis, dass ihnen auch Beteiligungsmöglichkeiten eingeräumt werden“, sagt Ralf Derichs, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag Heinsberg.

Derichs erklärt, dass es aus seiner Sicht verschiedene Möglichkeiten der Partizipation gibt. Ein sehr verbindliches Instrument sei die Implementierung eines Kinder- und Jugendparlaments. Bereits im August hatte die SPD-Kreistagsfraktion die Verwaltung beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Kinder- und Jugendparlaments zu prüfen.

Ilse Lüngen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Kreis Heinsberg, sagt: „Der Vorteil eines Kinder- und Jugendparlaments ist, dass es jungen Menschen die Möglichkeit bietet, ihre Interessen und Belange konkret in die Gremienarbeit der Kommunen einzubringen und viele verschiedene Aufgaben wahrzunehmen. So können Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen beispielsweise bei der Schulhofgestaltung, Planung von Radwegen oder Freizeitanlagen in die Planungen einbringen.“ Die jungen Leute könnten Stellung zum Umwelt- und Klimaschutz nehmen und Lösungsvorschläge auf den Weg bringen. Außerdem bestünde die Möglichkeit, sich in Arbeits- oder Projektgruppen zu organisieren und sich entsprechend aufzustellen.

Für Derichs liegt der Vorteil der gesteigerten Partizipation auch darin begründet, dass jungen Menschen ein Einblick in die Politik der Erwachsenen gewährt wird und sie vielleicht in Zukunft bereit sind, die politische Tätigkeit fortzusetzen. Es müsse gelingen, Kinder und Jugendliche stärker für Politik zu begeistern, um Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Aus diesen Gründen setzte sich die SPD-Fraktion für eine bessere Beteiligung ein. Ilse Lüngen erinnert daran, dass die Notwendigkeit der politischen Beteiligung ein Ergebnis der Veranstaltung „Liebe ohne Hiebe“ war, die im Februar 2020 von der AsF und den Jusos angeboten wurde.

(RP)