Hückelhoven: Schüler-Artisten versetzen in Staunen

Hückelhoven: Schüler-Artisten versetzen in Staunen

Der Zirkus Pepperoni des Gymnasiums Hückelhoven hatte zum Winterzirkus eingeladen, und junge Artisten aus ganz Nordrhein-Westfalen zeigten neben den Gastgebern ihr Können in der Aula. Tosender Beifall für tolle Auftritte.

Fantasievoll, anmutig und artistisch eindrucksvoll zeigt sich der Zirkus Pepperoni in seinem Programm. Dass er auch ein guter Gastgeber ist, beweist er Jahr für Jahr bei seinem Winterzirkus.

Zusammen mit fünf befreundeten Zirkusgruppen etwa aus Köln, Hagen oder Großkrotzenburg in Hessen entführt er die Zuschauer in die bunte Welt des Zirkus. "Und das", so betont Pepperoni-Leiterin Bianca Schiff, "ohne Generalprobe."

Der Winterzirkus ist ein großes Wiedersehen unter Freunden und hat bei den Pepperonis Tradition. Erinnerungen an alte Zeiten werden da beinahe automatisch wach, und so kann Bianca Schiff es sich nicht verkneifen, eine Anekdote über Simon, den Jongleur der Gruppe Camouflage, zum Besten zu geben.

Er war elf Jahre alt, das Gesicht als Uhr bemalt, als er damals seelenruhig in der Manege des Zirkusfestivals stand und so gut jonglierte, dass es sogar der Jury den Atem verschlug. Das Gesicht malt Simon sich heute nicht mehr an, jonglieren kann der Jugendliche aus Hessen immer noch.

Jonglage zeigte auch Andreas von dem Zirkus Configurani aus Aachen. Gegen einen Tisch oder hinein in einen Kasten, präzise verwandelt er seine Requisiten in funktionierende Jonglageassistenten. Keine Bälle dafür aber Devil Sticks ließ ein Artist der Radelitos aus Köln durch die Lüfte wirbeln.

Ungern nennt Bianca Schiff ihre Gäste aus Bonn in einem Atemzug. Die beiden Artistinnen sind ganz in Schwarz gekleidet, eine trägt den Schriftzug "Fast", die andere den Aufdruck "Elegant." "Doch fast elegant ist einfach nicht richtig", findet die Moderatorin und dürfte nach der Nummer nur Zustimmung im Publikum ernten. Die beiden Mädchen des Sankt Adelheid Gymnasiums machen Paarakrobatik, vollführen einen Spagat auf den ausgestreckten Füßen der anderen, stehen auf den Schultern und bilden immer neue Formationen, die das Publikum ins Staunen versetzen.

Auch die Gastgeber selbst haben für ihr Publikum einiges aus ihrem bunten Repertoire der Zirkuswelt mitgebracht. So baumelten die Akrobaten mit nur einem Bein kopfüber am Trapez oder dem Luftring, balancierten über ein Drahtseil und tanzten auf ihrem Einrad zur Musik.

Damit nicht genug: Drei kleine Nachwuchspepperonis wurden von Saskia und Ramona auf ihrem Einrad transportiert. Atemlos verfolgten die Zuschauer die Darbietungen am Vertikalseil und -tuch. In einigen Metern Höhe dicht unter der Decke der Aula vollführen die Artisten waghalsige Kunststücke, lassen sich kopfüber in Richtung Boden gleiten und gewinnen danach wieder zu den Klängen der Musik an Höhe.

Zeit zum Aufatmen haben die Zuschauer während der "Hula Hoop Nummer" und den "Pois", eine Be-wegungskunst mit Licht, die zum Träumen und Entspannen einlud.

(ubg)