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Wegberg: Richtfest am Gemeindehaus

Wegberg : Richtfest am Gemeindehaus

Das neue Gemeindehaus soll für die evangelische Kirchengemeinde Wegberg wegweisend sein. Nach vier Monaten Bauzeit wurde das Richtfest gefeiert. Bis Dezember soll der Neubau an der Martin-Luther-Straße fertig sein.

Ute Leppert kann es kaum noch abwarten. "Am liebsten würde ich heute schon einziehen", sagt sie ihren Gästen beim Rundgang durch den Rohbau. Doch die evangelische Pfarrerin muss sich noch ein paar Monate gedulden. Im Dezember 2012 soll der Neubau der Verwaltung mit Gemeindesaal neben der Friedenskirche an der Martin-Luther-Straße fertig sein.

Dank an Baufirmen

Das Richtfest am Dienstag stand ganz im Zeichen des Dankes an die beteiligten Baufirmen, Handwerker und Architekten. Ute Leppert und Prädikant Thorsten Haßiepen begrüßten die zahlreichen Gäste, darunter Architekt Dirk Cordes aus Wassenberg. "Der Neubau soll sich bewusst durch seine äußere Gestaltung und Höhe der Kirche unterordnen und mit seiner städtebaulichen Wirkung das Ensemble mit der modernen Architektur verstärken", erklärte Cordes. Die Friedenskirche soll auch nach Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums der Mittelpunkt des weißen Gebäudeensembles an der Martin-Luther-Straße sein.

Nach dem Abriss des alten Gebäudes im Dezember 2011 entstehen nun auf 350 Quadratmetern Nutzfläche ein großzügiger Gemeindesaal als Veranstaltungsraum mit Küche, ein Verwaltungsbereich, der Eine-Welt-Laden, drei Besprechungs- und Gruppenräume in unterschiedlichen Größen und sanitäre Einrichtungen. Das neue Gebäude ist komplett behindertengerecht ausgelegt, auch ein Aufzug ist vorgesehen. Der große Saal ist eingeschossig und mit einem Flachdach versehen. In einem Lagerraum können Tische und Stühle untergebracht werden. Auf den Bürotrakt wurde ein zweites Geschoss gebaut, das Platz für zwei weitere Besprechungsräume, ein WC, ein Archiv und eine Garderobe bietet. Besonders froh ist Pfarrerin Ute Leppert, dass der Eine-Welt-Laden wieder einen eigenen Raum erhält. Es wird eine kleine Sakristei geschaffen. Der Eingangsbereich vor dem Gemeindesaal soll heller und damit einladender gestaltet werden.

Seit vier Jahren geplant

Die evangelische Kirchengemeinde plant seit vier Jahren an dem Neubau. "Nach der Überschwemmung des Kellers im Jahr 2008 befasste sich das Presbyterium mit den Möglichkeiten, aus dem Gemeindehaus ein barrierefreies und — vor allem — wassersicheres Gebäude zu machen", sagte Ute Leppert. Geplant ist, eine Regenwasserzisterne zu bauen und die Außenpflasterung neu zu gestalten. Leppert: "So wird dieses Bauprojekt eines, das für die nächsten Jahrzehnte unserer Kirchengemeinde wegweisend sein soll."

(RP)