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Hückelhoven: Realschule setzt auf Förderung

Hückelhoven : Realschule setzt auf Förderung

Seit drei Jahren kommt die Realschule Ratheim der Aufforderung des Schulministeriums erfolgreich nach, Konzepte zur „individuellen Förderung“ zu entwickeln. Als erste Realschule der Region, so heißt es in einer Pressemitteilung, setzte sie 2004 ein Differenzierungssystem um, durch das jeder Schüler wöchentlich zwei bis drei Stunden individuell, also nach seinen Stärken und Schwächen, gefördert wird. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 erhalten Ergänzungsunterricht (EU) in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

Das Kollegium der Realschule versteht Förderung als Maßnahme, die den Mängeln vor allem in den Hauptfächern entgegenwirkt. In den kommenden Jahren werde die Förderung auch auf die anderen Jahrgänge ausgedehnt, so dass langfristig alle Schüler davon profitieren sollen.

Bei der Planung und Einrichtung der EU-Kurse seien kleine Gruppen das Ziel, damit die Lehrkräfte auch ausreichend Zeit haben, sich jedem einzelnen Schüler zuzuwenden und spezielle Übungen anzubieten. „Mit Hilfe dieser Übungen können die Schüler individuelle Schwächen kompensieren. Diese Schwächen sind nicht immer darauf zurückzuführen, dass ein Schüler schon immer Probleme mit einem bestimmten Fach hatte und diese auch so schnell nicht in den Griff bekommt. Oft sind es nur einzelne Teilgebiete, versäumter Unterrichtsstoff oder ,uninteressante’ Unterrichtsreihen, die zu schlechten Noten führen können“, heißt es.

Das Förder-System der Realschule Ratheim reagiere darauf flexibel. Die einzelnen Kurse seien jederzeit durchlässig. Dies bedeute beispielsweise, dass nach einer misslungenen Klassenarbeit in Mathe ein Schüler, der sich bisher in einem EU-Deutschkurs befand, sofort nach dieser schlechten Arbeit in den EU-Mathekurs wechseln kann. Diese Entscheidung treffe der Klassenlehrer mit dem Fachlehrer und der Schülerin oder dem Schüler. Über diese Standardkurse in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch hinaus würden weitere Zusatzkurse, so genannte Förderkurse angeboten, um besonders gute Schüler individuell zu fördern. Auch das „Lernen lernen“ werde in Kursen trainiert.

Mit ihrem EU-Konzept zur „individuellen Förderung“ habe die Schule zügig die Anforderungen durch das neue Schulgesetz sinnvoll umgesetzt. Jetzt freue man sich auf ein vom Schulministerium in Aussicht gestelltes „Gütesiegel“.

(RP)