Verschwundene Frau aus Süsterseel: Polizei sucht erneut in Holland nach vermisster Dorota

Verschwundene Frau aus Süsterseel: Polizei sucht erneut in Holland nach vermisster Dorota

Die Polizei hat am Donnerstag in den Niederlanden eine große Suchaktion nach der vermissten Dorota Galuszka-Granieczny aus Süsterseel unternommen. Jedoch ohne Erfolg. Die Ermittler brachen die Suche am Nachmittag ab.

Nachdem von Dorota Galuszka-Granieczny aus Süsterseel im Kreis Heinsberg nach über zwei Monaten immer noch jede Spur fehlt, hatten die Ermittler am Donnerstag eine weitere Suchaktion nach der 29-Jährigen gestartet. Wie Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, fand die Suche im niederländischen Koningsbosch statt. Der Ort liegt nur wenige Kilometer von Süsterseel entfernt. Hier verschwand die 29-Jährige am 18. Oktober spurlos.

"Bei dem durchsuchten Gebiet handelt es sich um ein Kalksteinwerk mit Gewässern und einem umliegenden Waldgebiet", sagte die Staatsanwältin. Eine Hundertschaft, Leichenspürhunde und Taucher waren im Einsatz. Auch niederländische Beamten unterstützten die Aktion. "Am Nachmittag wurde die Suche jedoch ergebnislos abgebrochen", sagte Schlenkermann-Pitts. Es habe keine konkreten Hinweise auf diesen bestimmten Ort gegeben. "Aufgrund der kriminalistischen Erfahrungen der Beamten der Mordkommission" sei das Gebiet für die erneute Suche nach der vermissten 29-Jährigen ausgelegt worden. Man habe alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, sagte die Staatsanwältin.

  • Vermisste Dorota aus Heinsberg : "Es besteht der Verdacht auf ein Tötungsdelikt"

Wochen nach dem Verschwinden der 29-Jährigen hatten bereits Leichenspürhunde, eine Hundertschaft und Taucher in einem nahegelegenen Waldstück nach der Leiche der Frau gesucht. Die Suche war ergebnislos beendet worden. "Wenn jemand so lange verschwunden ist, dann muss man mit dem Schlimmsten rechnen", sagte Staatsanwalt Georg Blank noch am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nach Angaben ihres Ehemannes soll die Mutter eines Sohnes das gemeinsame Haus am 18. Oktober um 23 Uhr verlassen haben und seitdem verschwunden sein. Die Staatsanwaltschaft nahm den Ehemann zwei Wochen später wegen des Verdachts auf Totschlag fest - musste ihn jedoch wenig später mangels an Beweisen wieder freilassen.

(skr)