Wassenberg: Philatelistische Weltreise

Wassenberg : Philatelistische Weltreise

Vielfältige Themensammlungen beeindruckten in der Ausstellung "Offene Klasse" der Briefmarkenfreunde Birgelen. Auch die Jugend war mit von der Partie, und bestens beschickt war der "Internationale Großtauschtag".

Eine Reise vom heimatlichen Gefilde in die Welt konnte man gestern im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule unternehmen. Eine ganz besondere Reise – auf Briefmarken. Die ermöglichten die Briefmarkenfreunde Birgelen mit ihrer Ausstellung "Offene Klasse", verbunden mit dem "Internationalen Großtauschtag".

Eindrucksvolle Sammlungen wurden in 40 Rahmen ausgestellt. Und hierbei war die hiesige Region von Bedeutung. Beispielsweise mit der Dokumentation der postalischen Notmaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg, aber vor allem mit der Sammlung alter Fotos von der Geschichte der Eisenbahn-Strecke Dalheim-Wassenberg-Baal, für die der Vorsitzende der Briefmarkenfreunde, Franz-Josef Breuer, von der Jury den zweiten Preis erhielt. Mit dieser Sammlung rief er den Streckenbau, aber auch den ersten Zug am 15. Dezember 1911 und den letzten am 27. September 1980 in die Erinnerung.

Auch Integration als Thema

Ein ganz anderes Thema brachte Rainer Lange aus Mönchengladbach den ersten Preis ein: "Integration der Menschen mit Behinderung" lautete der Titel seiner Sammlung, in der er mit vielen Briefmarken, Briefen und Karten zeigte, dass dieses Thema weltweit Beachtung findet. Der dritte Preis ging an Ingo Ganteföhr aus Kuckum, der Papiergeld aus aller Welt zusammengetragen hatte.

Schließlich freuten sich die Mitglieder der Briefmarken-AG der Betty-Reis-Schule, Laura Johnen, Leon Grünter, Tim Bender und Nico Hohm (Enkel von Ausstellungsleiterin Gisela Hohm) über die Urkunden, die sie für ihre Sammlungen erhielten, mit denen sie das Leben von Betty und Walter Reis dokumentierten, aber auch europäische Länder (die Gesamtschule ist seit 2011 Europaschule).

Die Teilnahme der Jugendlichen verdeutlichte einmal mehr das Engagement der AG unter Leitung von Sepp Becker. Allerdings ist es eine kleine AG, "weil viele Mitschüler Briefmarkensammeln langweilig finden", sagte Laura Johnen (13). "Was ich gar nicht verstehe, denn mit Briefmarken kann man sehr viel lernen", fügte Tim Bender (14) hinzu, "und wir finden unsere unterschiedlichsten Interessen auf Briefmarken wieder, meinte auch Leon Grünter (13).

Während viele Besucher die ausgestellten Themen-Sammlungen inspizierten, widmeten sich andere dem Großtauschtag. Die Tische waren ständig umlagert. Es wurde in unzähligen Alben und Kartons gestöbert, getauscht und gekauft oder einfach nur gefachsimpelt. Kurzum: Den Briefmarkenfreunden Birgelen war es wieder gelungen, beste Werbung für das philatelistische Hobby zu machen.

(ie)
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