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Wassenberg: Noch keine heiße Spur zu dem Täter oder VW Golf

Wassenberg : Noch keine heiße Spur zu dem Täter oder VW Golf

Im Fall des erschlagenen 46-Jährigen gibt es keine heiße Spur. Die Aachener Staatsanwaltschaft und die Polizei suchen mit Hochdruck nach dem Bonner VW Golf IV des Toten aus dem Birgeler Wald (Fünftürer, Farbe: blue-anthrazit Perleffekt, Kennzeichen: BN-YG 364). Nach dem Fahndungsaufruf sind noch keine Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die zehnköpfige Mordkommission setzt auch am Wochenende ihre Ermittlungen fort.

Was sich beim letzten Besuch des in Bonn-Beuel allein lebenden Mannes in Wassenberg ereignet hat, ist ungeklärt. Fest steht, dass er am vergangenen Sonntagabend aus dem Raum Wassenberg seine Mutter angerufen hat, die in der Nähe von Bonn lebt. Montagmittag wurden massive Blutspuren im Wald gefunden, außerdem eine Brille und ein Schlüsselbund. Die Polizei hatte an einen Fall von Wilderei geglaubt — bis ein Jagdaufseher am Dienstag das Opfer fand — mit tödlichen Kopfverletzungen.

Der in Wassenberg lebende Bruder sei für den 46-Jährigen die einzige Bezugsperson dort gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Peter Jansen am Freitag. Der Bruder gelte aber bislang nicht als Beschuldigter. Der Täter muss aus der näheren Umgebung stammen. Vom Parkplatz am Heesweg war die Leiche — aufgrund der Spurenlage wahrscheinlich kurz nach dem Verbrechen — über einen Pfad zu einem brach liegenden Baugrundstück geschleppt und in der Ruine versteckt worden. "Der Schluss liegt nahe, dass derjenige Ortskenntnis hatte", bestätigte Jansen. Zu einem Motiv und Hintergründen der Tat konnten die Ermittler noch nichts sagen. Offen ist die Frage, ob der Mann im Wald erschlagen oder dorthin gebracht wurde und ob es sich um einen oder mehrere Täter handelte.

(RP/ac)