Hückelhoven: Neuer Aufgang zum Hückelhoven Center

Hückelhoven : Neuer Aufgang zum Hückelhoven Center

Die Treppe zum Hückelhoven Center (HC) ist keine gelungene Konstruktion. Steil führt sie hinauf, ebenso steil gehts bergab, was bei nassen Stufen nicht ungefährlich ist. Schnell kann der Fuß über die Kanten rutschen, was im schlimmsten Fall zum Sturz führt. Sie mag zwar den Vorschriften entsprechen, angenehm zu begehen ist die Treppe nicht.

Optisch wirkt sie auch nicht gerade ansprechend. Seit längerem ist eine Änderung geplant, die nun in Angriff genommen werden soll, nachdem der ebenerdige Zugang vom HC zum neuen C&A-Haus gebaut ist.

Die neue Treppe — sie soll in die Länge gezogen und mit Podesten versehen werden — gehört mit zum großen Paket der Umgestaltung der Parkhofstraße und der Plätze. Und verursacht nun zusätzliche Kosten. Verantwortlich dafür sind umfangreiche Zusatzarbeiten bei der Gründung, dem Einbau einer LED-Beleuchtung und dem Bau eine zusätzlichen Stufenanlage im Bereich ab dem Haupteingang zum C&A-Gebäude, wie der Technische Beigeordnete Dr. Achim Ortmanns im Finanzausschuss erläuterte. Unterm Strich macht das einen nachträglichen Aufschlag in Höhe von 145 000 Euro zu den bereits genehmigten und finanzierten Gesamtkosten des Umbaupaketes in Höhe von 3,35 Millionen Euro.

Jochen Frickinger, der noch für die Bürgerpartei als Stadtverordneter arbeitet, nannte dies eine unvertretbare Verschleuderung von Steuergeldern für die Firma Greven, die das C&A-Haus baut. Statt Beton werde belgischer Granit mit zusätzlicher Strahlerbeleuchtung geplant, obwohl die bisherige Straßenbeleuchtung doch ausreiche.

Ortmanns sah sich genötigt, die Dinge richtigzustellen: "Wir lassen hier keinem privaten Investor Geld zukommen, sondern haben entsprechende Verträge zu erfüllen." Nach denen sei die Stadt für den Bau der Treppenanlage zuständig. Sie wäre auch erneuert worden, wenn es den C&A-Neubau nicht gegeben hätte. Die übrigen Fraktionen stimmten der Finanzierung zu.

Auf einem anderen Gebiet muss die Stadt ebenfalls tiefer als geplant in die Tasche greifen. Mit dieser Problematik befasste sich der Bauausschuss. Dort stand der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Kleingladbach auf der Tagesordnung, dessen Kosten mit 99 600 Euro veranschlagt waren. Nun müssen aber noch rund 100 000 Euro draufgepackt werden, von denen der Einbau eine Lüftungsanlage die größte Summe verschlingt.

Warum dies nicht in der Planung berücksichtigt worden sei, wollte Dr. Henning Herzberg für die Grünen wissen. Die Antwort hatte Ortmanns: Nach der Planung habe es zwischenzeitlich eine radikale Verschärfung bei den Vorschriften für Versammlungsstätten gegeben. Damit sei nun eine Lüftungsanlage unabdingbar. Der Ausschuss beschloss die Investition einstimmig.

(RP)
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