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Nein zu Rassismus vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Aachen

Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend : Jugendverbände sagen „Nein zu Rassismus“

Der BDKJ im Bistum Aachen will verstärkt für das Thema Rassismus sensibilisieren, sich öffentlichkeitswirksam mit Rassismus auseinandersetzen und den Kinder- und Jugendverbänden mit über 42.500 Mitgliedern Schulungen zur Antirassismusarbeit anbieten

Auf seiner Diözesanversammlung hat der Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Aachen (BDKJ) mit seinen elf Kinder- und Jugendverbänden einstimmig den Antrag „Nein zu Rassismus! Solidarität mit Black People and People of Color“ verabschiedet. Der BDKJ will verstärkt für das Thema Rassismus sensibilisieren, sich öffentlichkeitswirksam mit Rassismus auseinandersetzen und den Kinder- und Jugendverbänden im Bistum Aachen mit über 42.500 Mitgliedern Schulungen zur Antirassismusarbeit anbieten.

„Wir sprechen uns für eine Gesellschaft aus, in der für alle Platz ist. Als junge Menschen stellen wir uns solidarisch an die Seite Betroffener und tragen Verantwortung dafür, Menschen für das Thema Rassismus zu sensibilisieren“, erklärte Pressereferentin Jessica Starzetz. Am 25. Mai wurde George Floyd in den USA von einem Polizisten getötet. Diese Tat sei Ausdruck eines systemischen Rassismus, der Black People and People of Color alltäglich betrifft. Seither finden Demonstrationen auf der ganzen Welt statt, um sich mit Menschen, die von Rassismus betroffen sind, zu solidarisieren. Aus dieser weltweiten Beschäftigung mit dem Thema Rassismus folgte in den Sozialen Medien an den folgenden Dienstagen nach George Floyds Tod unter dem Hashtag #blackouttuesday eine weitverbreitete Aktion des „Schwarzen-Bild-Postens“, die besonders die Postings der Black People and People of Color in den Vordergrund rücken sollte. Es sei wichtig, dass sie gehört werden, wenn sie sprechen. „Die Tatsache, dass wir uns zurzeit durch den Tod von George Floyd vor allem mit Rassismus in den USA beschäftigen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch in Deutschland Rassismus gibt, auch wenn die strukturellen Auswirkungen sich in den verschiedenen Ländern unterscheiden“, so Starzetz. Das Thema Rassismus sei nun präsenter denn je. Es brauche Bildungsarbeit, Sensibilisierung und Teilhabechancen in allen gesellschaftlichen Bereichen. „Wir sprechen uns für eine Gesellschaft aus, die allen Menschen die gleiche Würde garantiert“, betonen die Jugendverbände.