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Wegberg: Nabu: Fledermäuse streng geschützt

Wegberg : Nabu: Fledermäuse streng geschützt

Sommerzeit ist Fledermauszeit. Im Mai haben sich die Weibchen der heimischen Fledermausarten in ihren Sommerquartieren versammelt, wo jedes ein, bei manchen Arten zwei Junge zur Welt bringt und aufzieht. In dieser Zeit sind sie sehr empfindlich gegen Störungen, verlassen im Extremfall sogar ihre Jungen. Daher appelliert der Naturschutzbund Heinsberg an alle Quartierbesitzer, die Tiere jetzt unbedingt in Ruhe zu lassen und Arbeiten an von Fledermäusen bewohnten Dächern und Verkleidungen bis mindestens Anfang August, besser noch Ende September zu verschieben.

Jede Fledermaus frisst mehrere hundert bis tausende kleiner Insekten pro Nacht. In den vergangenen Wochen sind die kleinen "Batmännchen" dank nährstoffreicher Muttermilch schnell herangewachsen und unternehmen unter Anleitung ihre Mütter derzeit ihre ersten Flüge. Dabei werden sicher wieder einige Jungtiere den Kontakt zu ihrer Mutter verlieren und sich in fremde Gärten und Häuser verirren. In solchen Fällen gilt: Fledermäuse vorsichtig mit Handschuhen oder einem Tuch in einen Karton setzen und abends auf einem Holzblock an die frische Luft stellen oder bei bekannten Fledermausquartieren an die Wand darunter setzen. Fliegt seine Mutter vorbei, wird das Kleine sie rufen und die Alte trägt es in ihr Heim zurück.

Die meisten im Kreis Heinsberg gefundenen Fledermäuse sind aber keine Babys mehr, sondern Zwergfledermäuse, die auch ausgewachsen nur knapp daumengroß sind. Wie alle Fledermaus-Arten sind sie gesetzlich streng geschützt. Fledermäuse dürfen nicht gefangen oder getötet werden und auch ihre Quartiere stehen unter Schutz. Bei Fragen zu und Problemen mit den kleinen Nachtschwärmern hilft der Nabu Heinsberg weiter.

Ansprechpartner ist Michael Straube unter Tel. 02431 8060962.

(RP)