Wegberg: Medaille für "Wegbergs Spielberg"

Wegberg : Medaille für "Wegbergs Spielberg"

Viele Gratulanten fanden sich zur Verleihung des Ehrenpreises der Stadt Wegberg an Hubert Kaisers in der Wegberger Mühle ein. 50 Jahre lang arbeitete Kaisers im Vorstand beim Theaterverein Schwalmbühne Harbeck mit. Jetzt wurde er für sein Engagement ausgezeichnet.

Bis zu den Anfängen des Theatervereins Schwalmbühne Harbeck ging Hubert Kaisers zurück, um sein Verhältnis zum Verein darzulegen. Seine Eltern hätten sich nach der Gründung im Jahr 1930 beim ersten Theaterstück kennen und lieben gelernt — ein Umstand, der für seine heutige Anwesenheit gesorgt habe. Und der den Grundstein legte für ein mehr als fünf Jahrzehnte andauerndes Engagement, für das er an diesem Tag in der Wegberger Mühle geehrt werden sollte.

Seit 57 Jahren im Theaterverein

Zur Verleihung des 9. Ehrenpreises der Stadt Wegberg kamen viele Gratulanten in die Wegberger Mühle. Familienmitglieder der vier Töchter und acht Enkel umfassenden Familie, Vertreter der Stadt, des Rates und des Ehrenkomitees waren ebenso anwesend wie Mitglieder des Theatervereins und weitere Gäste. Bürgermeister Reinhold Pillich ließ die Stationen von Kaisers ehrenamtlicher Karriere Revue passieren.

"Lassen Sie mich vor der offiziellen Verleihung kurz berichten, warum ich ganz persönlich stolz auf diesen Wegberger Bürger bin und warum Herr Kaisers ein Vorbild für alle Wegberger ist und unsere Bewunderung und Hochachtung verdient hat," begann Pillich. Kaisers sei sage und schreibe 57 Jahre Mitglied im Theaterverein Schwalmbühne Harbeck, in den er als 18-Jähriger eingetreten sei. 33 Jahre hatte er den Vorsitz inne, den Karlheinz Bonitz im Jahr 2004 übernahm.

Mit dem Schauspieler Hubert Kaisers hätten unzählige Zuschauer bei den Theaterstücken ihre Freude gehabt. Im Laufe der Jahre habe er als "Wegbergs Steven Spielberg" seine Leidenschaft als Regisseur entdeckt. Und noch heute sei er im Hintergrund für den Verein tätig und kümmere sich mit um den Bühnenbau. Des Weiteren sei er von 1997 bis 2004 als Schöffe am Landgericht Mönchengladbach und von 1986 bis 1998 als sachkundiger Bürger im Planungsausschuss tätig gewesen. Für das Deutsche Rote Kreuz war er 26 Jahre lang als Blutspender aktiv.

Pillich richtete seinen Dank an den gesamten Theaterverein für dessen vielfältigen Einsatz und an Ehefrau Johanna, die ihrem Mann "den nötigen Freiraum geschaffen und ihn immer unterstützt" habe sowie an seine vier Kinder. "Ich war nicht geschockt, aber sprachlos, als ich davon erfuhr, der künftige Preisträger zu werden", erzählte Kaisers nach der Ehrung mit Medaille und Anstecknadel.

Der Vorstand hätte ihn ohne sein Wissen vorgeschlagen — er fühle sich am heutigen Tag glücklich und geehrt. Mit den Jahren als Ehrenvorsitzender gehöre er seit 50 Jahren dem Vorstand an und sei 25 Jahre lang Regisseur gewesen, fasste er zusammen. "Ich hoffe, noch ein paar Jahre dabei zu sein und Kameradschaft und freundschaftliches Miteinander im Verein erleben zu können."

(cole)
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