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Erkelenz: Manipuliert? Rad löst sich beim Fahren

Erkelenz : Manipuliert? Rad löst sich beim Fahren

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr in Wegberg, Lindern, Unterbruch: Polizei sucht Zeugen.

HEINSBERG Haben Unbekannte die Radmuttern an Fahrzeugen gelöst und so in mindestens drei Fällen schwere Unfälle in Kauf genommen? Die Polizei berichtet von einigen Fällen am vergangenen Samstag und Sonntag, in denen es glücklicherweise keine Verletzten gab.

Ein 53-jähriger Wegberger war am Sonntag, 17. Juli, gegen 18.05 Uhr mit seinem Dodge unterwegs, als er verdächtige Fahrgeräusche wahrnahm. Daraufhin hielt er sein Fahrzeug an und sah nach dem Rechten. Dabei bemerkte er, dass mehrere Radmuttern an beiden Vorderrädern gebrochen und andere offenbar gelöst waren. Das Fahrzeug parkte in der Nacht von Samstag, 16. Juni, zu Sonntag, 17. Juni, an der Straße Buschend in Klinkum.

Ein 60-jähriger Mann aus Geilenkirchen-Lindern bemerkte laut Polizeibericht ebenfalls am Sonntag während einer Autofahrt, dass die Radmuttern an allen vier Reifen offenbar nicht richtig angezogen waren. Daraufhin hielt er an und befestigte die Muttern. Das Fahrzeug parkte in der Nacht zuvor an der Pastor-Pauli-Straße in Lindern.

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In Heinsberg Unterbruch löste sich am Samstag, 16. Juli, gegen 14.30 Uhr auf der Straße Alte Schmiede während der Fahrt das linke Vorderrad eines Opel Astra. Der Fahrer, ein 22-Jähriger aus Hückelhoven, kam mit dem Wagen daraufhin von der Fahrbahn ab. Er blieb unverletzt, und es wurde auch kein anderer Verkehrsteilnehmer geschädigt. Unklar ist für die Polizei indessen noch, warum sich das Rad gelöst hat.

Die Polizei schließt nicht aus, dass die Radmuttern der Fahrzeuge von bisher unbekannten Personen gelöst wurden. Daher werden Zeugen gesucht, die an den Abstellplätzen der Autos Beobachtungen gemacht haben, die mit den Vorfällen in Verbindung stehen könnten. Diese werden gebeten, sich beim Verkehrskommissariat der Polizei in Heinsberg, Telefon 02452 9200, zu melden.

Dass es sich um eine Serie bewusst begangener Taten handelt, kann die Polizei bislang nicht belegen. Schon im Vorjahr hatte eine Häufung ähnlicher Vorfälle quer durch das gesamte Kreisgebiet die Polizei beschäftigt. Im April/Mai waren bereits 15 Fälle angezeigt, viele weitere folgten. "Erklären können wir das bis heute nicht", sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken, "obwohl wir intensiv ermittelt und Spuren gesichert haben."

Verschiedene Ursachen kämen in Betracht: Wollte jemand die Felgen stehlen? War es ein Fehler beim Reifenwechsel, wurden etwa die Muttern nicht nachgezogen? Frenken erwähnte eine weitere Möglichkeit: "Es könnte auch sein, dass die falschen Schrauben verwendet wurden, denn für Stahl- und für Alufelgen braucht man jeweils andere Schrauben."

(RP)