Wegberg: Lebensfreude durch Bewegung

Wegberg: Lebensfreude durch Bewegung

Rund 100 Besucher kamen am Sonntag zum Gesundheitsforum ins Activ Centrum nach Wegberg. Die Referenten machten deutlich, dass jeder für seine eigene Gesundheit selbst verantwortlich ist.

Lisa und Josef Stepprath sind zufrieden. "Wir hatten heute rund 100 Leute zu Gast, und die Vorträge der Referenten waren erstklassig", bilanzierte Lisa Stepprath. Die Verantwortlichen des Activ Centrums hatten gestern zur Premiere des Gesundheitsforums in das Wegberger Kompetenzzentrum für Fitness- und Gesundheitssport eingeladen. Thema: Gesund altern.

Mit Training viel erreicht

Besonders vom Erfahrungsbericht der Eheleute Jakobs, 64 und 67 Jahre alt, zeigten sich die Besucher beeindruckt. Die Eheleute absolvieren seit Anfang des Jahres ein regelmäßiges und moderates Herz-/Kreislauftraining und beschrieben gestern die positive Wirkung. Beide können mittlerweile auf mehrere Medikamente verzichten, die sie zuvor beispielsweise wegen Asthma oder Verdauungsbeschwerden jahrelang nehmen mussten. "Genau das wollen wir den Menschen vermitteln: Wer auch im Alter aktiv ist, verbessert seine Lebensqualität und kann wieder Zukunftspläne schmieden", sagte Josef Stepprath.

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Dass jeder selbst verantwortlich ist für seine eigenen Gesundheit, vermittelten auch die Referenten Dr. Jochen Nessler, Dr. Christian Härtel und Klaus Poschen. Nessler, der als Facharzt für Orthopädie an der LVR-Klinik in Viersen arbeitet, erklärte, welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Gelenkbeschwerden gibt. Er beschrieb anschaulich, wie man möglichst schonend mit den eigenen Gelenken umgeht und dass es Ziel ist, Beschwerden möglichst lange konservativ — also ohne Operation — zu behandeln.

Mit reichlich trockenem Humor hatte Christian Härtel seinen Vortrag garniert. "Haben Sie noch alle Tassen im Schrank?", fragte er, um dann zu erklären, dass der Alterungsprozess mit einem Schrank zu vergleichen ist, dem mit zunehmender Zeit immer mehr Tassen entnommen werden. Aufzuhalten sei das Altern durch regelmäßige Bewegung und durch das Trainieren der geistigen Fitness. Bergwanderungen seien dazu beispielsweise hervorragend geeignet.

Auf die hohe Bedeutung von Prävention wies Klaus Poschen von der AOK Rheinland hin. Josef Stepprath erläuterte seinen Gästen auf Grundlage des Buches "Gene sind kein Schicksal. Wie wir unsere Erbanlagen und unser Leben steuern können" von Wissenschaftsjournalist Jörg Blech, dass jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich ist. Stepprath: "Werden Sie aktiv, dann können Sie auch im Alter noch viel erleben."

(RP)