Wegberg: "Ladysitter" feierte Premiere

Wegberg : "Ladysitter" feierte Premiere

Äußerst turbulent ging es zu bei der Premiere des Theaterstücks der Schwalmbühne Harbeck im voll besetzten Forum. Wer die ersten Aufführungen verpasst hat, kann die Komödie in dieser Woche noch erleben.

13 Minuten Party und – gefühlt – 130 leere Flaschen auf der Bühne: Wohnungsbesitzer Maximilian Bogner kommt nach überstandenem Junggesellenabschied nach Hause und fast trifft ihn der Schlag. Äußerst turbulent ging es zu bei der Premiere des Theaterstücks der Schwalmbühne Harbeck im voll besetzten Forum Wegberg. "Ladysitter", eine Komödie von Bernd Spehling, stand am Wochenende dreimal und steht in dieser Woche Freitag, Samstag und Sonntag erneut auf dem Programm.

"Urgestein" als Großvater

Regisseurin Gabi Braun hatte ihre Truppe während monatelanger Probenarbeit wieder voll auf Zack gebracht. Da ist einmal Maximilian Bogner (Tobias Geiser); der junge Mann agiert sehr routiniert. Urgestein dagegen ist Karlheinz Bonitz als Großvater Archie. Gerade ist der nach 13 Jahren Haft wegen Bankraubs aus dem Gefängnis entlassen worden und will einfach nur Ruhe. Doch die gönnen ihm die "Ladies" aus dem Haus keineswegs. Helga Rögels als Charlotte ist der Vamp pur. Betty (Nadine Kosak) ist unsterblich in Max verliebt, weiß aber gar nicht, dass der heiraten will. Als sie es erfährt, gießt sie sich etwas hinter die Binde – mit Folgen. Friseurin Linda (Andrea Kamps) verträgt dagegen überhaupt keinen Alkohol; das kleinste Schlückchen bereits lässt sie Ungeahntes vollbringen, so etwa etliche Leute von der Straße zur oben erwähnten Party in die fremde Wohnung einladen.

Dies alles muss Archie in den Griff kriegen, wobei Hausmeister Winfried (Matthias Kosak) auch keine allzu große Hilfe ist. Als dann auch noch Archies Ehefrau Blanche (Karin Bonitz) und Max' Verlobte Maja (Hanna Pischke) eintreffen, ist das Chaos perfekt. Mehr soll nicht verraten werden, nur das – die Zuschauer hatten ihren Spaß.

"All das bedeutet für Archie und Sie eine unerwartet turbulente, liebestolle, hysterische, hemmungslose, schaumgeladene, frivol angehauchte, aber vor allem eine saufreche Komödie", verspricht das Programm. Die Texte "saßen" sehr gut. Hätte das Souffleurteam Ingrid Kosak, Alexandra Decken und Willi Daners doch einmal eingreifen müssen, so geschah das für die Zuschauer nicht erkennbar. Gelungen war auch wieder das Bühnenbild – eine typische Junggesellenwohnung – gestaltet von Harald Rögels, Hans Steves, Bert Ehren, Josef Bonsels, Erwin Cohnen, Alfred Rochelmeyer, Hans-Peter Gerads, Heinz Looser und Hubert Kaisers. Dank der Headsets sind die Darsteller auch bis in die hinteren Regionen der Halle gut zu verstehen.

Für die Technik zeichneten verantwortlich Christoph Mistler, Harald Rögels und Dirk Decken. Marion Jäger, Ingrid Kosak und Ulrike Kotlowski sorgten für die teilweise äußerst witzige Maske(rade).

(RP)
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