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Kreisumlage im Erkelenzer Land soll stabil bleiben

Finanzen im Kreis Heinsberg : Kreisumlage soll im Jahr 2021 stabil bleiben

Für den Kreis Heinsberg beziffert der Kreiskämmerer den Corona-Finanzschaden auf 3,8 Millionen Euro. Da in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet worden sei, könne der Haushalt durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden.

Die Kreisumlage, also der Betrag, den die zehn Kommunen an den Kreis Heinsberg abzuführen haben, bleibt vorbehaltlich der Bemessung nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei insgesamt 128,4 Millionen Euro. Das geht aus der Entwurfsplanung des Kreishaushaltes 2021 hervor, der ab sofort auf der Internetseite des Kreises Heinsberg zu finden ist. Der Haushalt des Kreises Heinsberg kann nur durch eine Entnahme von rund 4,5 Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden.

Die Einbringung des Haushaltes erfolgte während der Sitzung des Kreisausschusses. Um das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie zu senken, war die geplante Sitzung des Kreistages durch eine Sitzung des Kreisausschusses ersetzt worden, der weniger Mitglieder hat. Um alle Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können, traf sich der Kreisausschuss in der Turnhalle des Kreisgymnasiums Heinsberg.

Bei der Planung des Haushalt 2021 hatte die Corona-Pandemie zu Verschiebungen geführt. Darum stand in der letzten Sitzung des Jahres nicht wie üblich die Verabschiedung, sondern erst die Einbringung des Haushaltes auf dem Programm. Die Beschlussfassung ist für den 9. Februar geplant.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat auch die Finanzen des Kreises Heinsberg 2020 ordentlich durcheinandergewirbelt. „Die cornabedingten Mindererträge und Mehraufwendungen wurden isoliert. Sie sind somit in 2021 nicht ergebnis- und auch nicht umlagerelevant“, erklärt Kreiskämmerer Michael Schmitz. Den Corona-Finanzschaden beziffert er in der Planung derzeit auf 3,8 Millionen Euro. Das Haushaltsvolumen für 2021 beläuft sich auf rund 390 Millionen Euro und ist damit um 30 Millionen Euro oder 8,3 Prozent höher als im aktuellen Jahr. Die geplante Entnahme aus der Ausgleichsrücklage zum fiktiven Ausgleich des Haushaltes in Höhe von 4,5 Millionen Euro ist deshalb möglich, weil die vergangenen Haushaltsjahre besser verlaufen sind als erwartet und der Kreis Heinsberg am Ende des Jahres 2020 voraussichtlich auf eine Ausgleichsrücklage von rund 29,1 Millionen Euro blicken kann.