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Kreissparkasse Heinsberg gibt Großspende an Wohlfahrtsverbände

643.000 Euro : Sparkasse gibt Großspende an Wohlfahrtsverbände

Die Pandemie hat die Arbeit für Verbände wie Awo, Caritas und Deutsches Rotes Kreuz nicht einfacher gemacht – umso mehr sind sie auf Hilfe angewiesen.

Die Heinsberger Kreissparkasse hat eine Spende in Höhe von 642.700 Euro an die im Kreis tätigen Wohlfahrtsverbände getätigt. Mit dieser Summe, die die Sparkasse traditionell jährlich abgibt, soll die Arbeit des Arbeiter-Samariter-Bunds, der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der Caritas, des Deutschen Roten Kreuzes, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und des Diakonischen Werks gefördert werden.

„Wir sehen die Förderung des Gemeinwohls als eine unserer Aufgaben in der Region an. Das Geld ist bei Ihnen bestens aufgehoben“, sagte Kreissparkassen-Chef Thomas Giessing im Heinsberger Kreishaus zu den Wohlfahrtsvertretern, die den in Not geratenen Menschen im Kreis zur Seite stehen. Diese seien „seit jeher eine wichtige Säule für soziale Teilhabe im Kreis Heinsberg“. In diesen Zeiten, in denen die Corona-Pandemie und zuletzt in Teilen auch das Hochwasser Menschen vor existenzielle Nöte stellte, sei deren Arbeit „noch viel wichtiger als zuvor“. Das gelte etwa für die Erziehungs- und Suchtberatung, ambulante Dienste oder die Schuldnerberatung.

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Das konnte auch Andreas Wagner, Geschäftsführer der Awo, bestätigen: „Die Pandemie hat vieles verkompliziert, der bisher eigentlich sehr niederschwellige Zugang zu unseren Angeboten ist deutlich schwieriger geworden.“ Gleichzeitig sei der Beratungsbedarf gestiegen: „Das merken wir vor allem bei der Schuldnerberatung, denn viele Menschen sind durch Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Aber auch die private Situation in den Familien ist im Zweifel etwas schlimmer geworden.“ Denn auch die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt sei in den vergangenen anderthalb Jahren gestiegen. „Das ist für uns leider ein Riesenthema geworden“, sagte Wagner.

Auch Landrat Stephan Pusch berichtete von einer Sitzung mit verschiedenen Schulvertretern, die ihm große Probleme geschildert hätten: „In der Beratung, gerade bei Kindern, sind die Vis-a-vis-Gespräche besonders wichtig. Viele sagen  mir, dass es schwierig ist, überhaupt noch an die Kinder heranzukommen. An den Förderschulen ist es so gut wie unmöglich gewesen, sinnvoll Distanzunterricht durchzuführen.“ Daher gebe es bei vielen Schülern jetzt großen Nachholbedarf.

Zuvor hatte die Kreissparkasse in diesem Jahr auch für das Vereinswesen und die Kulturszene in der Region hohe Geldbeträge gespendet, um das Vereinsleben und Unterhaltungsveranstaltungen wieder aufleben lassen zu können.

(cpas)