Neue Partnerschaft Kreis Heinsberg spendet Fahrzeuge für Ukraine

Kreis Heinsberg · Der Kreis Heinsberg will seine Beziehungen in die krisengeschüttelte Ukraine intensivieren. In einem ersten Schritt kommen nun zwei Fahrzeuge nach Nikopol.

Zita Wirtz (2.v.r.), Samira Lemmens (2.v.l.) und Bernd Heffels (Mitte) von der Kreisverwaltung Heinsberg brachten die beiden Fahrzeuge nach Köln.

Zita Wirtz (2.v.r.), Samira Lemmens (2.v.l.) und Bernd Heffels (Mitte) von der Kreisverwaltung Heinsberg brachten die beiden Fahrzeuge nach Köln.

Foto: Kreis Heinsberg

(RP) Der Kreis Heinsberg füllt eine neue Solidaritätspartnerschaft mit dem Rajon Nikopol in der Ukraine mit Leben: Zwei ausgesonderte Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Kreisverwaltung werden noch im September dieses Jahres in Kooperation mit der Hilfsorganisation Blau-gelbes Kreuz Köln in die Ukraine transportiert. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Es handelt sich zum einen um einen VW-Transporter, der für Aktivitäten des humanitären Zentrums des Rajons Nikopol verwendet werden soll. Des Weiteren wird ein Ford Transit gespendet, der im sogenannten Gebietszentrum für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung eingesetzt werden soll, da dieses Fahrzeug über eine Auffahrrampe verfügt.

Zita Wirtz, Samira Lemmens und Bernd Heffels von der Heinsberger Kreisverwaltung brachten die beiden Fahrzeuge jetzt nach Köln. Von dort aus werden die Fahrzeuge durch das Blau-gelbe Kreuz in die Ukraine transportiert.

Anfang Juli hatte ein Onlinetreffen mit der „Servicestelle-Kommunen in der einen Welt“, dem Rajon Nikopol und dem Kreis Heinsberg stattgefunden. Rajon ist die Bezeichnung für eine Verwaltungseinheit in vielen Nachfolgestaaten der Sowjetunion – vergleichbar mit einem Kreis in Deutschland. Neben aktuellen kriegsbedingten Unterstützungsbedarfen im Rajon brachte der Vorsitzende des Rajonsrates den perspektivischen Wunsch nach einer langfristigen Partnerschaft mit dem Kreis Heinsberg zum Ausdruck. Drei Tage später schickte ein Abgeordneter des Stadtrats von Marhanez eine Bedarfsliste. Der Heinsberger Kreisausschuss hat der Solidaritätspartnerschaft bereits einstimmig zugestimmt.

Die Stadt Marhanez liegt im Rajon Nikopol im Süden der Ukraine und hat aktuell einen großen Hilfebedarf. Eine der größten Herausforderungen besteht im Aufbau der Trinkwasserversorgung. Durch die Zerstörung des Kachowka-Staudamms ist Marhanez von der bisherigen Wasserversorgung durch den Stausee abgeschnitten. Aktuell erfolgt eine Notversorgung durch Lieferungen aus dem rund 60 Kilometer entfernten Saporischschja und einigen kurzfristig gebohrten Brunnen.

(RP)