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Kreis Heinsberg: SPD stellt Anfrage zu Quarantäne für Rettungsdienst

Kreistag Heinsberg : SPD stellt Anfrage zu Quarantäne für Rettungsdienst

Die Quarantäneanordnung für die rund 270 Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg wird nun auch Thema in der Politik: Die SPD im Kreis Heinsberg richtet einen Fragenkatalog an die Kreisverwaltung und hofft auf Antworten in der Sitzung des Kreisausschusses am Mittwoch, 9. Dezember.

Die Sozialdemokraten wollen wissen, wie viele Mitarbeiter des Rettungsdienstes aktuell infiziert sind und wie lange sie sich in Quarantäne begeben müssen. Außerdem stelle sich die Frage nach den Auswirkungen auf die Organisation des Rettungsdienstes. Die SPD möchte auch in Erfahrung bringen, ob die Kreisverwaltung Kritik aus der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen hat. „Falls ja, in welcher Form hat die Verwaltung zur sachlichen Aufklärung beigetragen?“, heißt es. Die SPD fragt außerdem, ob es beabsichtigt ist, dass sich zum Beispiel Erzieherinnen, Lehrer und Pflegekräfte testen lassen können.

Der komplette Rettungsdienst des Kreises Heinsberg war im November wegen neun Corona-Fällen in den eigenen Reihen vorübergehend unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Zu Einsätzen durften die Mitarbeiter dank einer Sondergenehmigung ausrücken. Wie Ralf Rademacher, Geschäftsführer des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg, gegenüber unserer Redaktion bestätigte, lief die Quarantäneanordnung bereits am vergangenen Montag, 29. November, aus. Seitdem sind laut Rademacher bis auf einzelne Ausnahmen alle Mitarbeiter wieder an Bord. Die SPD bedauert in ihrem Antrag, dass es im Zusammenhang mit der Quarantäneanordnung in den sozialen Medien zum Teil negative Äußerungen gegeben habe.