Kreis Heinsberg: Neue Selbsthilfegruppen beim Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum

Bei Trennung und Krankheiten : Selbsthilfegruppen starten zu drei Themengebieten

Trennung ist eines der Themen, ein anderes die Spätfolgen einer Kinderlähmung. Hierzu werden Erfahrungen und Informationen ausgetauscht.

Neue Selbsthilfegruppen für Menschen nach Trennung und Scheidung, für Angehörige und Betroffene mit Post-Polio-Syndrom sowie für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung bietet das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg an.

Für viele Menschen beginnt der neue Lebensabschnitt mit zahlreichen Fragen, Trennungsschmerz und Existenzängsten. Aber auch dem Wunsch, nach vorne zu schauen und neue Perspektiven zu entwickeln. Ziel der Selbsthilfegruppe nach Trennung und Scheidung ist es daher, gemeinsam mit anderen Betroffenen die eigenen Stärken und Möglichkeiten wieder zu entdecken, die Beziehung zu verarbeiten, neue Kontakte zu knüpfen sowie einen Erfahrungs- und Informationsaustausch zu Erziehung und rechtlichen Fragen zu ermöglichen. Das erste Treffen ist am Freitag, 24. Mai, von 20 bis 21.30 Uhr im SFZ in Heinsberg, Hochstraße 24, Telefon 02452 156790, E-Mail selbsthilfe@sfz-heinsberg.de.

Betroffene und Angehörige erfahren in der neuen Post-Polio-Syndrom-Selbsthilfegruppe Unterstützung bei der Bewältigung der krankheitsbedingten Probleme durch die Kinderlähmung, insbesondere bei Spätfolgen der Poliomyelitis, dem Post-Polio-Syndrom. Die Symptome sind meist brennende Schmerzen in der Muskulatur, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit sowie starke Müdigkeit. Spätfolgen der Kinderlähmung können laut SFZ nach 30 bis 40 Jahren noch auftreten. Oft bestehe auch Unsicherheit bezüglich der Diagnose. In der neuen Gruppe kann sich vertrauensvoll über den Umgang mit der Erkrankung im Alltag, den Ängsten über den Verlauf sowie den Therapiemöglichkeiten ausgetauscht werden. Das Treffen ist am Samstag, 25. Mai, von 14.30 bis 16 Uhr im Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum.

Selbsthilfe für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung kommt am am Mittwoch, 29. Mai, von 18 bis 19.30 Uhr im SFZ zusammen. Die neue Gruppe will die Möglichkeit bieten, sich selbst und auch den Autismus besser kennen zu lernen und zu akzeptieren. Ein Erfahrungsaustausch über die komplexen Störungen, Sozialleistungen und Therapien sollen dabei helfen, Ängste zu reduzieren und die eigene Handlungsfähigkeit zu festigen. Zudem kann gemeinsam etwas unternommen werden, was man sich ohne Unterstützung der Gleichbetroffenen nicht trauen würde. Auch Angehörige sind zu dem Treffen willkommen.

(RP)
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