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Kreis Heinsberg​: Mehr Arbeitslose infolge des Ukraine-Krieges​ im Juni 2022

Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg : Mehr Arbeitslose infolge des Ukraine-Krieges

Seit dem 1. Juni können geflüchtete Menschen aus der Ukraine Leistungen von den Jobcentern erhalten und erscheinen damit erstmals in der Statistik. Dies führt zu einem untypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Im Kreis Heinsberg steigt die Arbeitslosenquote im Juni leicht und liegt nun bei 4,9 Prozent, wie die zuständige Agentur für Arbeit Aachen-Düren in ihrem Arbeitsmarktreport berechnet hat. Das entspricht einer Zunahme um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat und einem Rückgang um 0,6 Prozent zum Vorjahresmonat. In Erkelenz liegt die Quote bei 4,9 Prozent (Mai: 4,8 Prozent), in Geilenkirchen bei 5,8 Prozent (Mai: 5,5 Prozent) und in Heinsberg bei 4,5 Prozent (Mai: 4,3 Prozent). Es sind 6797 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 276 Menschen mehr als im Mai.

Im Juni erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung leicht auf 2.596 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat reduziert sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 635 Personen (-19,7 Prozent). In der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Heinsberg) erhöht sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 271 auf 4.201 Personen (+6,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat reduziert sich die Arbeitslosigkeit um 4,6 Prozent. 204 Personen sind gegenüber Juni 2021 weniger arbeitslos gemeldet.

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„Im Juni sehen wir die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf unseren Arbeitsmarkt deutlich. Die Arbeitslosigkeit steigt untypisch für diesen Monat an. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Ukrainerinnen und Ukrainer seit dem 1. Juni Leistungen von den Jobcentern erhalten können und damit erstmals in der Statistik erscheinen“, so Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Arbeitsmarktentwicklung lasse sich zunehmend weniger durch die Folgen der Corona-Pandemie beschreiben. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bewege sich im Vergleich aller NRW-Agenturen im Mittelfeld, so Käser. „Die Arbeitslosigkeit erhöht sich im Bereich der Jobcenter um rund 1.000 Personen und reduziert sich im Bereich der Arbeitsagentur nicht so stark, wie für einen Juni üblich.“ Erfreulich sei, dass sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Dezember 2020 zu Dezember 2021 um fast zwei Prozent erhöht habe. „So viele waren es noch nie“, sagte Ulrich Käser.