Zahlen der Arbeitsagentur Mehr Arbeitslose im Kreis Heinsberg im Vergleich zum Vorjahr

Erkelenz · Obwohl die Arbeitslosenquote im Vergleich zu Oktober gesunken ist, gibt es mehr Menschen ohne Job als noch vor einem Jahr. Dazu stellen Unternehmen auch noch seltener ein. Was der Blick auf die Zahlen zeigt.

Die Mehrheit der gemeldeten Arbeitslosen im Kreis Heinsberg sind männlich.

Die Mehrheit der gemeldeten Arbeitslosen im Kreis Heinsberg sind männlich.

Foto: dpa/Arne Dedert

Im November 2023 waren im Kreis Heinsberg insgesamt 7362 Personen arbeitslos. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent, wie die Agentur für Arbeit mitteilt. Im Vergleich zum Vormonat haben damit zwar mehr Menschen einen Job, vergleicht man den Wert allerdings mit dem Vorjahr, zeigen sich andere Zahlen: Im November 2023 gab es 5,3 Prozent mehr Arbeitslose als noch vor einem Jahr.

Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch bei der Geschäftsstelle Erkelenz. 3178 Menschen waren dort im November 2023 als arbeitslos gemeldet – ein Rückgang von 2,5 Prozent zu Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit allerdings um 6,3 Prozent gestiegen. Trotz der Zahlen steht die Geschäftsstelle Erkelenz noch ganz gut da: Mit einer Quote von 5,1 Prozent sind dort weitaus weniger Menschen arbeitslos als zum Beispiel in Aachen. Dort verzeichnet die Geschäftsstelle eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent. Allein Monschau und Heinsberg haben eine geringere Arbeitslosenquote als die Geschäftsstelle Erkelenz.

Doch wer einmal keinen Job hat, ist nicht immer arbeitslos. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht viel Bewegung. So haben sich im November 2023 bei der gesamten Arbeitsagentur Aachen-Düren 6827 Personen arbeitslos gemeldet. Demgegenüber stehen 7477 Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beendet haben.

Etwa 70 Prozent derjenigen, die bei der Arbeitsagentur Aachen-Düren im November 2023 arbeitslos gemeldet waren, bezogen Bürgergeld, also Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Die Mehrheit derjenigen, ohne Arbeit, war männlich; knapp ein Drittel entweder 50 Jahre alt oder älter. 36,2 Prozent waren Ausländer, 5,5 Prozent hatten eine Schwerbehinderung. Die berufliche Weiterbildung war die stärkste Maßnahme, Menschen ohne Job wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Auch bei der Geschäftsstelle Erkelenz war die Mehrheit der als arbeitslos Gemeldeten männlich. Allerdings waren weniger Arbeitslose Ausländer, dafür war der Anteil an 50-Jährigen oder Älteren, die keinen Job hatten, größer. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Jugendarbeitslosigkeit um 9,2 Prozent gestiegen.

Hinzu kommt, dass Unternehmen insgesamt weniger neue Arbeitsstellen melden. So wurden beispielsweise im November 2023 insgesamt 18 Prozent weniger neue Jobs bei der Arbeitsagentur Aachen-Düren gemeldet. Ein weiteres Laster ist die kommende Winterzeit: „In den nächsten beiden Monaten wird die Arbeitslosigkeit saisonüblich wieder ansteigen“, prognostiziert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Aachen-Düren.

(clv)
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