Kreis Heinsberg: MdL Stefan Lenzen (FDP) im Gespräch mit DGB Kreis Heinsberg

Gespräch in Heinsberg : Dialog über Arbeitsmarkt und Strukturwandel

Der Gewerkschaftsbund DGB Kreis Heinsberg im Gespräch mit dem FDP-Angeordneten Stefan Lenzen. Nicht in allem herrschte Einigkeit.

Intensiv diskutierten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Kreis Heinsberg und der hiesige Landtagsabgeordnete der FDP, Stefan Lenzen, über die Situation für Auszubildende. Eine wichtige Verbesserung sei die Einführung des Azubi-Tickets, wurde anschließend gemeinsam festgestellt.

Der DGB hatte Lenzen zu einer Vorstandssitzung eingeladen. Einig sei man sich auch gewesen, dass „im Rahmen des Strukturwandels Versorgungssicherheit und der sozialverträgliche Umgang mit den Arbeitsplätzen partnerschaftlich einhergehen müssen“, hieß es nach dem Treffen in einer Pressemitteilung. Die Fördergelder sollten sinnvoll eingesetzt werden. Keine Einigkeit herrschte hingegen bei den Minijobs, bei denen Lenzen sich für eine Anhebung des Freibetrags zum Mindestlohn ausgesprochen hatte. Der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Heino Hamel verwies auf die nicht absehbaren Konsequenzen in der Umsetzung und lehnte eine Anhebung ab.

Die Heinsberger Abgeordneten aus Bund und Land hatten einen offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verfasst und darin, wie berichtet, schnellstmögliche Klarheit über die Umsetzung des Kohleausstiegs gefordert. „Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit von Energie, Klimaschutz und Arbeitsplätze sind für uns Freie Demokraten die entscheidenden Faktoren beim Kohleausstieg. Wir müssen sicherstellen, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten beziehungsweise neue geschaffen werden. Dies wird ein entscheidender Faktor für die gesellschaftliche Akzeptanz des Strukturwandels sein“, erklärte Lenzen, der auch arbeitsmarktpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Düsseldorfer Landtag ist, bei der Vorstandssitzung des DGB. Sehr positiv sei daher die Auflistung der Landeszuwendungen für den Kreis Heinsberg aufgenommen worden, berichtete Lenzen anschließend. Er habe von einer Steigerung um fast fünf Millionen Euro berichten können. Dabei mache sich besonders die Förderung der Sportstätten bemerkbar. Aus den Reihen der Arbeitnehmervertreter sei für ihn wiederum zu erkennen gewesen, dass „besonders die Wohnraumförderung und ein guter Nahverkehr gefordert wurden“.

Der Heinsberger Abgeordnete und der DGB Kreisverband waren sich einig darin, den Dialog fortzusetzen. „Nur gemeinsam können wir für eine gute Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt sorgen“, erklärte Lenzen.

(spe)
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