Kreis Heinsberg: künftig keine Wasserkocher und Plastikflaschen mehr im Kreishaus

Techniktest in Heinsberg : Ziel: Keine Plastikflaschen mehr im Kreishaus

Der Umwelt zu Liebe: Kreisverwaltung testet neue Systeme, um Mitarbeiter und Besuchern heißes und kaltes Wasser anbieten zu können.

Im Kreishaus an der Valkenburger Straße in Heinsberg startet ein Projekt, das künftig Plastikflaschen für Mineralwasser und energiefressende Wasserkocher im Kreishaus überflüssig machen soll. Damit will die Heinsberger Kreisverwaltung nach eigenen Angaben zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Zurzeit werden im Heinsberger Kreishaus zwei Systeme getestet, mit denen Leitungswasser wahlweise ungekühlt, gekühlt, gesprudelt und heiß entnommen werden kann. Diese Geräte sollen in allen Etagen in den Teeküchen installiert werden und stehen so den Bediensteten uneingeschränkt zur Verfügung. Auch bei Besprechungen und anderen dienstlichen Veranstaltungen soll es künftig nur gesprudeltes Wasser geben.

Bei rund 1000 Bediensteten im Kreishaus an der Valkenburger Straße würden Wasserkocher ein erhebliches Maß an Energie verbrauchen, erklärt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Ebenso würden gerade im Sommer große Mengen an Mineralwasser verbraucht. „Das Mineralwasser wird mit dem Auto im Getränkemarkt geholt, und in der Regel sind es Plastikflaschen. Mit unserem System werden nun sowohl die Fahrten als auch die Plastikflaschen überflüssig. Ebenso die zahlreichen Wasserkocher, die in den Büros stehen und selten unter 2000 Watt Strom benötigen“, begründet Landrat Stephan Pusch das neue Konzept. Mit den neuen Geräten solle auch, so heißt es, „teetaugliches“ Wasser mit deutlich geringerem Energieverbrauch als bei einem Wasserkocher erzeugt werden.

Landrat Stephan Pusch sieht das als „kleinen, aber sehr wirkungsvollen Schritt“ zu klima- und umweltbewusstem Verhalten. „Ich möchte, dass meine Bediensteten anfangen, auch über die alltäglichen Dinge nachzudenken und mit vielen kleinen Verhaltensänderungen zum Klimaschutz beitragen. Und das nicht nur im Kreishaus“, erläutert Pusch und hatte bereits in der jüngsten Kreistagssitzung betont: „Das sind kleine Schritte. Aber auch mit kleinen Schritten kommt man vorwärts.“

(spe)