Kreis Heinsberg: IHK legt Studie für eine gelingende Energiewende vor

Für das Rheinische Revier : So kann die Energiewende gelingen

Für das Rheinische Revier haben drei IHKs eine Studie zur Energiewende erstellen lassen.

Wie das Rheinische Revier den Ausstieg aus der Kohleverstromung meistern kann, hatten die Industrie- und Handelskammern Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein zum Thema der Studie „Energiepolitischer Handlungsbedarf durch einen beschleunigten Kohleausstieg“ gemacht. Diese hatten sie beim Beratungsunternehmen Frontier Economics in Auftrag gegeben. „Die Auswertung zeigt, dass wir uns nicht nur auf die Frage der Strukturförderung konzentrieren dürfen“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, in einer Pressemitteilung.

Vier zentrale Maßnahmen für das Gelingen der Energiewende zeigt die Studie laut IHK auf. Die erste ist die Versorgungssicherheit: „Es muss geregelt sein, dass den Unternehmen jederzeit die Energie zur Verfügung steht, die sie benötigen“, bekräftigt Bayer. An zweiter Stelle werden unter dem Stichwort „Stromerzeugung“ folgende Ziele genannt: die Schaffung von Ersatzkapazitäten für wegfallende Kohleverstromung, ein forcierter Ausbau der erneuerbaren Energien, die Schaffung von Rahmenbedingungen für Investitionen in Gaskraftwerke im Rheinischen Revier und die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Erdgas beziehungsweise erneuerbares Gas. Das dritte Maßnahmenpaket betrifft Netze und Speicher. Zum Beispiel müssten die Infrastruktur dafür schnell ausgebaut und Lösungen für einen intelligenten Netzbetrieb gefunden werden. Zudem müsse das Erdgasnetz zur Speicherung von Wasserstoff und erneuerbarem Gas genutzt werden. Der vierte Schwerpunkt, der aus der Studie hervorgeht, ist die Initiative von Unternehmen: Im Rahmen ihrer vorhandenen Möglichkeiten können sie durch eine Flexibilisierung ihrer Stromnachfrage einen wesentlichen Beitrag leisten und von Vorteilen der Energiewende profitieren, heißt es seitens der IHK.

(RP)
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