Kreis Heinsberg: Gespräche wegen fehlender Tagespflegeplätze

Kreis Heinsberg : Zu wenige Tagespflegeplätze

Mitarbeiter der Heinsberger Kreisverwaltung wollen mit Trägern, Einrichtungen und Institutionen aus dem Bereich der stationären Pflege Gespräche führen.

Im Kreis Heinsberg gibt es zu wenige Plätze in der Tagespflege/Junge Pflege und in der Kurzzeitpflege. Das geht aus der aktuellen Pflegebedarfsplanung hervor, die der Kreistag im Juni beschlossen hat. Die Kreisverwaltung kündigt deshalb weitere Gespräche mit Trägern, Einrichtungen und Institutionen aus dem Bereich der stationären Pflege an.

Die verbindliche Pflegebedarfsplanung des Kreises Heinsberg weist einen zusätzlichen Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen in nicht unerheblichem Umfang aus – Tendenz steigend. „Trotz vielfältiger Bemühungen in der Vergangenheit, unter anderem durch Initiierung einer entsprechenden Bedarfsausschreibung und in der Folge die Herausnahme der Kurzzeitpflege aus der verbindlichen Bedarfsplanung, ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, eine ausreichende Bedarfsdeckung im Bereich der Kurzzeitpflege im Kreis Heinsberg zu erreichen“, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Wilhelm Schulze während der Sitzung des Kreissozialausschusses im Heinsberger Kreishaus. Deshalb kündigt die Kreisverwaltung nun neuerliche Gespräche mit Trägern, Einrichtungen und Institutionen aus dem Bereich der stationären Pflege an. Dieser Dialogaustausch soll am Mittwoch, 11. September, stattfinden. „Dabei sollen insbesondere die Aspekte der Rechtsvorgaben, Kostengesichtspunkte und der praktischen Erkenntnislagen erörtert und wenn möglich die weitere Vorgehensweise erarbeitet werden“, erklärte Wilhelm Schulze.

Um den Bedarf an Tagespflegeplätzen im Bereich „Junge Pflege“ bedienen zu können, hat die Kreisverwaltung im Juli die Bedarfsausschreibung für sechs Lose mit jeweils zwölf bis 15 Tagespflegeplätzen sowie ein weiteres Los für zwölf Tagespflegeplätze mit dem Schwerpunkt „Junge Pflegebedürftige – unter 60-Jährige“ öffentlich bekannt gemacht. Bietern, die neue Plätze schaffen wollen, wird die Möglichkeit gegeben, bis zum 30. Oktober gegenüber dem Kreis Heinsberg als örtlichem Sozialhilfeträger ein entsprechendes Angebot vorzulegen. Wenn die eingereichten Angebote geprüft sind, wird die Kreisverwaltung dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales diese vorstellen und dem Kreistag einen Beschlussvorschlag unterbreiten. „Die Kreisverwaltung strebt eine Vergabeentscheidung noch im Jahr 2019 an“, teilte Wilhelm Schulze mit.