Kreis Heinsberg Fachkräftemangel beschäftigt Akteure aus der Region

Kreis Heinsberg · Bei einem Treffen von 150 Vertretern aus Wirtschaft, Schullandschaft und Arbeitsmarkt in der Region Aachen wurde eines klar: Um das Problem auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen, muss man mehr gemeinsam arbeiten.

In vielen Branchen fehlen qualifizierte Mitarbeiter.

In vielen Branchen fehlen qualifizierte Mitarbeiter.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Fachkräfte fehlen fast überall, viele Ausbildungsstellen bleiben Jahr für Jahr unbesetzt. Um diesem Problem entgegenzutreten, haben die Region Aachen, die auch für den Kreis Heinsberg zuständige Agentur für Arbeit Aachen-Düren und das Digitalhub Aachen nun zum ersten Fachkräfte-Summit der Region eingeladen. Rund 150 Vertreter von Unternehmen, Arbeitsmarkt, Ausbildungsbotschafter und Schüler kamen zusammen, um gemeinsam Lösungen zum Themenfeld „Ausbildung“ zu erarbeiten.

„Es gibt bereits viele gute Initiativen und Angebote in der Region – nur wissen wir häufig zu wenig voneinander. Wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen“, sagte Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin der Region Aachen und Ideengeberin für den ersten Fachkräfte-Summit. „Die hohe Anmeldezahl für ein doch spezielles Thema zeigt, dass es brennt“.

Diese Einschätzung teilt Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für NRW-Arbeitsministerium. „Die Stunde der beruflichen Bildung schlägt jetzt“, sagte er. NRW solle Berufsbildungsland Nummer eins werden. Dazu soll die Fachkräfteoffensive, die die Landesregierung interministeriell ins Leben gerufen hat, einen Beitrag leisten. „Wir brauchen eine starke berufliche Bildung neben der akademischen, wenn wir die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie den Klimaschutz schaffen wollen“, sagte Heidmeier.

Diesem Appell pflichtet auch Günter Sevenich, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, bei: „Die Ausbildungswege müssen ineinandergreifen. Wenn wir niemanden haben, der die Wärmepumpe installieren kann, schaffen wir es nicht mit der Nachhaltigkeit. Dafür brauchen wir Ingenieure und Handwerker.“

Obwohl die Palette an Ausbildungsberufen mit mehr als 320 breit sei, blieben die beliebtesten Berufe seit Jahren konstant. Immer mit dabei seien die klassischen Ausbildungen im Büro und Einzelhandel, die oft überlaufen seien.

(RP)
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