Kreis Heinsberg: Digitalisierung als Aufgabe für Kommunen

Expertengespräche in Heinsberg : Smart Cities – Digitalisierung als Aufgabe der Kommunen

Die Volks- und Raiffeisenbanken im Kreisgbiet diskutierten mit externen Referenten über Strategien.

Die fortschreitende Digitalisierung birgt gleichermaßen Chancen und Risiken, auch in der Verwaltung von Städten und Gemeinden. Dies machten die Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis Heinsberg zum Thema einer Veranstaltung, in der sie externe Experten und Kommunalvertreter zusammenbrachten.

Michael Jahn, Leiter des Kompetenzteams Smart Cities bei PricewaterhouseCoopers (PwC) hob hervor, dass die digitale Infrastruktur einer Kommune als ein zentraler Standortfaktor zu werten sei. Hier den Anschluss zu verlieren, habe weitreichende Folgen, wird Jahn in einer Pressemitteilung der Genossenschaftsbanken zitiert. Es sei wichtig, die einzelnen Smart-City-Anwendungen umzusetzen. Kernthemen seien Mobilität und Energie. Wichtig seien auch die Möglichkeit zur Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und Barrierefreiheit. Der Aufbau hin zur Smart-City müsse erklärtes Ziel in den Rathäusern sein. Der zweite Referent berichtete aus der Perspektive der Kommunen. Dieter Begaß ist bei der Stadt Aachen verantwortlich für den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa. In dieser Funktion ist er eingebunden in die Entwicklung eines engmaschigen digitalen Netzwerkes der Modellstadt Aachen, von denen es in NRW derzeit fünf gibt und die von der Landesregierung mit einem Investitionsprogramm für eine zügige Digitalisierung der Verwaltung und ihrer Dienstleistungen unterstützt werden. Zur digitalen Strategie gehört laut Begaß in Aachen die verwaltungsinterne Digitalisierung ebenso wie eGovernment mit bereits mehr als 80 verfügbaren digitalen Dienstleistungen und der zunehmenden Digitalisierung papiergebundener Prozesse oder ein Kita-Messenger. Dabei liege ein besonderer Fokus ebenso auf der digitalen Infrastruktur 5G wie auf der Erlebniswelt Mobilität Aachen (EMA) und dem Themenfeld der digitalen Unternehmerwelt.

Für die Genossenschaftsbanken betonte Veit Luxem, dass sich das innovative Potenzial des Kreises Heinsberg nicht hinter anderen verstecken müsse. Als ein gelungenes Beispiel nannte er die ausgiebig genutzte Möglichkeit der Online-Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung des Innenstadtkponzeptes „Erkelenz 2030“.

(RP)
Mehr von RP ONLINE