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Kreis Heinsberg: Das School&Fun-Ticket kommt

Aus dem Heinsberger Kreistag : Das School & Fun-Ticket kommt

Der Kreistag hat die Einführung der erweiterten Schülerfahrkarte beschlossen. Im Gegensatz zur regulären Schülerjahreskarte ist das Ticket auch in den Ferien, an Wochenenden und an Feiertagen gültig.

Der Einführung eines „School & Fun-Tickets“ an den Schulen in Trägerschaft des Kreises Heinsberg zum Schuljahresbeginn 2020/2021 steht aus Sicht des Kreises nichts mehr im Wege.

Mit großer Mehrheit beschloss der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung die Einführung der erweiterten Schülerfahrkarte, die für das Berufskolleg Erkelenz, die Berufskollegs Geilenkirchen, dem Kreisgymnasium in Heinsberg, der Sekundarstufe I der Janus-Korczak-Schule und der Sekundarstufe I der Jakob-Muth-Schule gilt. Pro Monat wird ein Eigenanteil von Eltern oder volljährigen Schülern in Höhe von zwölf Euro erhoben, allerdings gelten in gewissen Fällen Reduzierungen. Außerdem ist niemand verpflichtet, das School & Fun-Ticket zu erwerben.

Die Kosten von rund 1,7 Millionen Euro für diese Schülerfahrkarte sind nahezu identisch mit den Kosten, die der Kreis Heinsberg bereits jetzt für die Beförderung der Schüler aufbringen muss. Insofern führe nach Ansicht der Verwaltung das neue School & Fun-Ticket nicht zu einer finanziellen Mehrbelastung. Schüler, die keinen Anspruch auf eine Schülerfahrkarte haben, können das neue Ticket für monatlich 30,30 Euro erwerben.

Die vom Aachener Verkehrs-Verbund (AVV) ausgegebene Karte berechtigt zu Fahrten im gesamten AVV-Gebiet sowie in Teilbereichen des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS). Im Gegensatz zur Schülerjahreskarte ist es auch in den Ferien, an Wochenenden und an Feiertagen gültig. Zwar gibt es noch einige Bedenken von Schulpflegschaften gegen die Einführung des neuen Tickets, die sie in Schreiben an die Fraktionen des Kreistages kundtaten, diese sollen bis zur Einführung ausgeräumt werden, versicherte Landrat Stephan Pusch.

Ebenfalls mit großer Mehrheit verabschiedete der Heinsberger Kreistag einen Beschluss zur Umsetzung der Digitalisierungsprozesse auf der Basis eines gemeinsamen Antrags von CDU und FDP. Die SPD stimmte dagegen, weil nach Ansicht ihres Sprechers Ralf Derichs der Antrag nichts Neues enthalte, sondern nur Bestehendes und Beschlossenes noch einmal beschließe. Erwin Dahlmanns (CDU) hielt dagegen, durch den Beschluss werde die Verwaltung auch für zukünftige Aufgaben legitimiert. Der Beschluss untermauere das Anliegen, Digitalkreis Nummer eins in Nordrhein-Westfalen zu werden.