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Kreis Heinsberg: Bürger spenden für Hochwasser Hilfe halbe Million

Solidarität im Kreis Heinsberg : Bürger spenden mehr als eine halbe Million Euro

Mit einigen Großspenden und vielen Kleinspenden sei eine Zahl zusammengekommen, die sich Landrat Pusch „in den kühnsten Träumen“ nicht hätte vorstellen können. Das Geld soll schnell bei den Betroffenen ankommen.

Mehr als eine halbe Million Euro wurden bisher über die Plattform „HS – ein Kreis hilft“ für die Opfer der Hochwasserkatastrophe gespendet. Das hat Landrat Stephan Pusch in einem Facebook-Video mitgeteilt. Er zeigte sich überwältigt von der „wahnsinnigen Spendenbereitschaft“ der Menschen aus der Region und dem Kreis Heinsberg. Die Summe von mehr als 500.000 Euro setze sich aus einigen Großspenden, aber auch sehr viele kleinen Einzelspenden zusammen. „Das ist eine Zahl, die hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können“, erklärt Landrat Pusch. Der Dank des Landrat gilt allen, die gespendet haben. „Wir sind dabei, das Geld nach einem bestimmten Schlüssel an die Städte und Gemeinden zu verteilen.“ Die vom Hochwasser betroffenen Kommunen im Kreis Heinsberg seien mit Hochdruck dabei, ein Verteilverfahren einzurichten und werden laut Pusch, wenn dies noch nicht geschehen sei, in den nächsten Tagen auf die betroffenen Bürger zukommen, so dass man wirklich von einer Soforthilfe sprechen könne. Das Ganze werde dann auch noch durch Bundes- und Landesmittel flankiert. „Ich bin mir sicher, dass damit vielen Menschen im Kreis Heinsberg, die jetzt erstmal vor dem Nichts gestanden haben, unbürokratisch und schnell geholfen werden kann.“ Die Soforthilfe diene dazu, die erste Zeit nach der Hochwasserkatastrophe zu überbrücken. Bund und Land hätten angekündigt, dass in den nächsten Wochen und Monaten auch die Dauerschäden an Gebäuden mit Hilfe von Bundes- und Landesmitteln beseitigt werden sollen.

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Die NRW-Landesregierung hat Soforthilfen in Höhe von 200 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung hat nach Angaben des Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle (CDU) aus Kleingladbach zugesagt, dieselbe Summe wie die Länder zu ergänzen, um den betroffenen Menschen zu helfen. Das Land NRW werde gemeinsam mit dem Bund Soforthilfe in dreistelliger Millionenhöhe bereitstellen, um den Bürgern, Landwirten, Unternehmern und Kommunen in der Not zu helfen. Es werde Unterstützung geben für betroffene Haushalte bei der Anschaffung neuer Haushaltsgegenstände, aber auch für die gewerbliche Wirtschaft und freie Berufe, für die Forst- und Landwirtschaft und die Kommunen, die Straßen, Wasserleitungen, Telekommunikation, Abfallentsorgung und Energieversorgung wiederherstellen müssen. Der Wiederaufbau der zerstörten Orte werde Monate, wahrscheinlich Jahre, dauern und ein nationaler Kraftakt werden.

Für das Soforthilfe-Programm des Landes können Betroffene ab sofort Anträge stellen, erste Hilfsgelder sollen noch im Juli ausgezahlt werden können. Mit den Soforthilfen werden Bürger unmittelbar unterstützt, die von existentieller Not betroffen sind. Zusätzlich zu einem Sockelbetrag von 1500 Euro pro Haushalt stehen für jede weitere Person aus dem Haushalt 500 Euro bereit. Insgesamt werden an einen Haushalt maximal 3500 Euro ausgezahlt. Diese Billigkeitsleistungen können natürliche Personen erhalten, die ihren Wohnsitz in einer der betroffenen Regionen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf oder Köln haben und durch das Unwetter Schäden in Höhe von mindestens 5000 Euro erlitten haben. Die Auszahlung wird rasch und unbürokratisch über Städte und Gemeinden erfolgen – gegebenenfalls unter Hilfestellung der Kreisverwaltungen.