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Konjunktur im Erkelenzer Land: Unternehmen melden verbesserte Lage

Konjunkturumfrage der IHK Aachen : Unternehmen im Erkelenzer Land melden verbesserte Lage

Die Wirtschaft im Erkelenzer Land scheint sich nach dem Corona-bedingten Einbruch langsam zu erholen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Aachen. Die Situation ist allerdings zweigeteilt.

Nach dem konjunkturellen Einbruch im vergangenen Jahr erholt sich die Wirtschaft im Erkelenzer Land und in der Städteregion Aachen zunehmend. Die aktuelle Lage wird von einer Mehrzahl der Unternehmer als gut angesehen. Ihre Beurteilungen erreichen das Niveau vom Jahresbeginn 2020 – und damit wie vor der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich 413 Unternehmen mit mehr als 36.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Die Unternehmen im Kreis Heinsberg melden eine verbesserte Lage: 56 Prozent der Befragten bezeichnen ihre Situation als gut, 19 Prozent als schlecht. Von guten Geschäften berichten vor allem das Baugewerbe (Saldo: +71) und der Großhandel (Saldo: +61). Nur eine kleine Mehrzahl der Unternehmer schaut zuversichtlich in die Zukunft: 26 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 20 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Positive Aussichten haben die Industrie (Saldo: +20) und der Großhandel (Saldo: +16).

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„Die positive Lagebeurteilung der regionalen Wirtschaft macht Mut, wenngleich die Gesamtsituation noch zweigeteilt ist“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Während die Industrie und das Baugewerbe wieder annähernd auf Vorkrisen-Niveau wirtschaften, spüren einige Dienstleister – vor allem das Gastgewerbe – und der Handel weiterhin die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.“ Bayer sieht Anzeichen, dass sich die in Summe überwiegend gute Lage in den kommenden Monaten stabilisieren könnte. Drei von zehn Befragten rechnen damit, dass sich ihre Geschäfte verbessern werden, jeder sechste Betrieb ist skeptisch.

Die Industrie in der Region rechnet mit positiven Impulsen aus dem Export. Jeder dritte Befragte erwartet in diesem Bereich ein Nachfragewachstum. „Problematisch ist allerdings die Entwicklung der Rohstoffpreise“, gibt Bayer zu bedenken. „Bei einigen Vorprodukten kommt es bereits wieder zu Lieferengpässen und deutlichen Preissteigerungen.“

Als noch größeres Risiko sehen die Befragten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, zu denen neben den Folgen der Corona-Pandemie die Energiewende, aber auch die handelspolitische Schwäche der EU gegenüber den USA und China genannt werden. Mit einem Nachfragerückgang im In- und Ausland rechnen jetzt hingegen deutlich weniger Unternehmen.

Die Stabilisierung der Wirtschaft zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote Im Bereich der Geschäftsstelle Erkelenz lag im April bei 5,7 Prozent. Sie liegt damit weiterhin deutlich unter der Quote des Landes Nordrhein-Westfalen (7,7 Prozent) und des Bundes (6,0 Prozent).

(RP)