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Katholisches Forum Mönchengladbach und Heinsberg stellt Programm 2019 vor

Katholisches Forum : Bildungsangebote für das Miteinander

Das katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung hat das Programm für 2019 vorgestellt. Die Angebote spannen einen thematischen Bogen von Ernährung über Senioren-Fitness bis hin zum Thema Braunkohle.

Diese Zahlen rufen bei den Vertretern des Katholischen Forums für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg Freude hervor: Bis Ende 2018 werden rund 21.000 Teilnehmer die mehr als 1600 Kurse besucht haben, die das Forum allein oder gemeinsam mit Kooperationspartnern im Kreis Heinsberg angeboten hat. „Und die Tendenz ist steigend“, meinte Forumsleiter Franz-Josef Unland, als er in den Räumen des Forums im Alten Amtsgericht an der Sittarder Straße in Heinsberg das Programm für das nächste Jahr vorstellte. Nicht nur hinsichtlich der Teilnehmer kann ein Anstieg verzeichnet werden, auch die Zahl der Kooperationspartner steigt stetig auf nunmehr über 100. Neu hinzu gekommen ist etwa die Stabsstelle Chancengleichheit bei der Kreisverwaltung.

Im Kursprogramm 2019 finden sich unter dem Stichwort „Bildung und Begegnung“ 1100 Veranstaltungshinweise und Kursangebote. „Bis zum Jahresende 2019 werden es wohl 1700 werden“, sagte Unland optimistisch. Dieser Optimismus scheint nicht unbegründet, zumal viele der langjährigen Angebote nicht direkt über das Forum, sondern über den jeweiligen Kooperationspartner bekannt gemacht werden. Zum anderen kommen einige Kurse über die Jugendämter oder in direkter Absprache mit der Kursleitung zustande.

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Nicht nur an den festen Standorten in Heinsberg, Hückelhoven und Geilenkirchen-Gillrath ist das Forum vertreten, ebenso dezentral an 100 Orten in der Region. „So können wir zum Beispiel eine große Anzahl von Eltern-Kind-Kursen für Eltern mit Kindern ab etwa sechs Monaten wohnortnah anbieten“, meinte Ulla-Otte-Fahnenstich, Diplomsozialarbeiterin und Familientherapeutin beim Forum.

Ein Puzzleteil auf der Titelseite des Programmhefts soll verdeutlichen, worauf es dem Forum ankommt. „Wir sind ein Teil des Ganzen“, erklärte Unland. „Es steht dafür, dass es uns in all unseren Bildungsangeboten ums Miteinander geht.“ Das Miteinander umfasst Menschen aller Altersgruppen, aller Rassen, Kulturen oder Religionen ebenso wie die unterschiedlichen Kooperationspartner aus Kirche, Gesellschaft, Kultur oder Ehrenamtsorganisationen. „Wir möchten Mut machen und eintreten für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt“, ergänzte die Diplomsozialarbeiterin Marion Höver-Battermann. Auf ein vollkommen neues Angebot wies die Erziehungswissenschaftlerin Ricarda Polnik hin: auf das anspruchsvolle Bochumer Gesundheitstraining. Ebenfalls neu ist das Angebot „Argumente gegen Stammtischparolen“, wie Pantea Dennhoven sagte. Nicht fehlen darf im Programm das Thema Braunkohle, das den Kreis Heinsberg ebenso wie die Stadt Mönchengladbach räumlich und wegen der daraus resultierenden Umweltproblematik langfristig beschäftigt. Den „Ausflug zu den stählernen Drachen“, zu den Baggern, gibt es ebenso wie das Angebot „Mein persönlicher Braunkohleausstieg“ oder die Diskussion über die Bedeutung einer stabilen Umwelt unter dem Aspekt „Bienen brauchen Blütenvielfalt.“ Unland brachte es auf den Punkt: „Wir haben sicherlich unsere Position zu den jeweiligen Themen, aber es ist nicht unser Ziel, unsere Position zu vermitteln. Wir wollen vielmehr alle Forumsteilnehmer befähigen, ihre eigene Position in Diskussionen oder Kursen zu finden, um so zu einer friedvollen, bunten Gesellschaft mit Meinungsvielfalt beizutragen.“ Auch der Tag der offenen Gesellschaft als Aktionstag zum Mitmachen am Samstag, 15. Juni, soll dazu dienen.