Hückelhoven: Katholikenrat: Austausch über Schwerpunktsetzung

Hückelhoven: Katholikenrat: Austausch über Schwerpunktsetzung

Bei der nächsten Sitzung am 20. März sollen die Themen gesammelt und zu Papier gebracht werden.

Viel stand nicht auf der Tagesordnung bei der konstituierenden Sitzung des Katholikenrats der Region Heinsberg im Pfarrzentrum "Burg" in Hückelhoven. Denn erst in der nächsten Sitzung am Dienstag, 20. März, um 19.30 Uhr kann nach der bischöflichen Satzung der Vorstand gewählt und über die weiteren Projekte und Aktionen beraten werden. Dennoch dauerte das Zusammentreffen länger, denn ausgiebig tauschten sich die Mitglieder darüber aus, mit welcher Schwerpunktsetzung der Katholikenrat in der neuen Sitzungsperiode arbeiten sollte.

Zuvor jedoch wurde Propst Markus Bruns bei einem einstimmigen Votum erneut als geistlicher Assistent in den Katholikenrat berufen. Denn gemäß der Satzung ist ein geistlicher Assistent zu benennen, der den Katholikenrat in geistlichen und theologischen Fragen berät. Im Anschluss wurden zudem Flüchtlingsseelsorger Achim Kück, Christa Nickels und Dewi Hadisoetanto als sachkundige Frauen und Männer sowie Eva Weingärtner als Vertreterin der Öffentlichkeitsarbeit einstimmig berufen.

"Mit welcher Schwerpunktsetzung sollen wir in die neue Arbeitsperiode gehen?", stellte der noch amtierende Vorsitzende Lutz Braunöhler die Frage in den Raum. Michael Kock schlug vor, dass sicherlich ein Thema die Nachhaltigkeit der Geldanlage sein könne. Er nahm damit Bezug auf die dritte Nacht der Querdenker "Klima sucht Schutz" mit dem Vortrag "Raus aus der Kohle mit der Kohle - Wie legt man Geld nachhaltig an?", veranstaltet vom KlimaTisch und der Stadt Erkelenz. Bärbel Windelen stellte fest, dass derzeit viel im Luxussegment gebaut werde, es aber keinen bezahlbaren barrierefreien Wohnraum beispielsweise für Menschen mit Handicap oder ältere Menschen mit einer geringen Rente gebe. Hier sehe sie ein Arbeitsthema, dass gut zu der Caritas-Kampagne 2018 "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" passe.

Im Anschluss diskutiert wurde über das Angebot des Aachener Bischofs Helmut Dieser zur geplanten "Küchentisch-Tour" im Rahmen des synodalen Veränderungsprozesses "Heute bei dir", bei der der Bischof in den nächsten Monaten den Austausch mit den Menschen in seinem Bistum sucht. Grundsätzlich befürworteten die Mitglieder, dass Menschen in den Blick genommen werden, die sonst außerhalb der Kirche zu finden sind. Jedoch war man auch der Meinung, dass ebenso alle anderen Personen, die bereits in Gremien tätig sind, in den synodalen Gesprächsprozess eingebunden werden und aus allen Gesprächen verbindliche Konsequenzen für die Pastoral und die Neuordnung der Strukturen im Bistum folgen sollten. "Wir haben heute die Themen grob angerissen, die erörterungswürdig sind. Am 20. März werden wir sie sammeln und verschriftlichen", beendete Lutz Braunöhler den Austausch.

(RP)