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Kampagne des Kreises Heinsberg: Kleinkinder sollen nicht ans Handy

Kampagne des Kreises Heinsberg : Kleinkinder sollen nicht ans Handy

Eine Kampagne des Kreises weist auf die Gefahren der frühen Mediennutzung hin. Gerade Kinder bis drei Jahren seien durch den Konsum digitaler Medien besonders gefährdet.

Die Jugendamtsleiter aller Jugendamtsbezirke im Kreis Heinsberg haben die gemeinsame Koordinierungsstelle Frühe Hilfen bei der Kreisverwaltung mit der Entwicklung und Durchführung einer Kampagne beauftragt, die auf die Folgen von Handykonsum bei Babys und Kleinkindern aufmerksam macht. Die Fachleute sind sich einig: „Wenn wir nicht präventiv agieren und die Eltern aufklären, wird dies in naher Zukunft ein bisher nicht zu überblickendes Ausmaß an negativen Folgen für die Kinder und somit auch für die Gesellschaft haben. Deshalb sehen wir jetzt dringenden Handlungsbedarf“, sagt Dorothea Krollmann, Leiterin der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen.

Immer häufiger fallen den Fachleuten im alltäglichen Straßenbild schon Babys auf, die zur Beruhigung oder Bespaßung entweder ein buntes Spielzeughandy (oder -tablet) oder gar das echte Handy der Eltern in der Hand haben und begeistert darauf herumtippen. Für die Wissenschaftler, die sich seit einigen Jahren schon damit beschäftigen, wie sich die Benutzung digitaler Medien auf Babys und Kleinkinder auswirkt, ist mittlerweile klar: Dieser Umgang mit digitaler Technik hat fatale Folgen für das heranwachsende Kind. Gerade Kinder bis drei Jahren seien durch den Konsum digitaler Medien besonders gefährdet.

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Die Jugendamtsleiter sind überzeugt, dass die Eltern ihren Kleinkindern die Handys nicht mit böser Absicht überlassen; sie gehen davon aus, dass den Eltern die schwerwiegenden Folgen einfach nicht bekannt sind. Deshalb sei im vergangenen Jahr die Aufklärungskampagne mit mittlerweile fünf verschiedenen Motiven des Düsseldorfer Zeichners Ralf Frenken auf Plakaten und Postkarten gestartet. Ein QR-Code führt Interessierte dann auf die Internetseite der Frühen Hilfen im Kreis Heinsberg Details zu den bisherigen Forschungsergebnissen. Die Kampagne wird von der Bundesstiftung Frühe Hilfen, der WEP und der Heinsberger Werbeagentur Mi43 finanziell unterstützt.

Nachdem die Kampagne im letzten Jahr in der Stadt Heinsberg gestartet ist, werden nun drei der Kampagnenmotive ab dem 18. Juni auf Dreiecksständern im öffentlichen Raum in Geilenkirchen zu sehen sein. Ab Mitte Juli werden die drei Motive auf insgesamt 120 Plakate in den Plakatständern des Stadtmarketings in Hückelhoven präsentiert. Die Stadt Erkelenz wird folgen.

Weil das Thema tatsächlich so brisant ist und ein dringender Handlungsbedarf besteht, suchen die Initiatoren der Kampagne weitere Sponsoren, um noch mehr Eltern erreichen zu können. Ansprechpartnerin ist Dorothea Krollmann, Koordinierungsstelle Frühe Hilfen, Telefon 02452/ 13 5147.

(RP)